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Sophokles, Ödipus auf Kolonos, Chorlied III

20.03.2017

3. Stasimon, V. 1044–1094

εἴην ὅθι δαΐων
ἀνδρῶν τάχ᾽ ἐπιστροφαὶ
τὸν χαλκοβόαν Ἄρη
μείξουσιν, ἢ πρὸς Πυθίαις
ἢ λαμπάσιν ἀκταῖς,
οὗ πότνιαι σεμνὰ τιθηνοῦνται τέλη
θνατοῖσιν, ὧν καὶ χρυσέα
κλῂς ἐπὶ γλώσσᾳ βέβακε
προσπόλων Εὐμολπιδᾶν:
ἔνθ᾽ οἶμαι τὸν ἐγρεμάχαν
Θησέα καὶ τὰς διστόλους
ἀδμῆτας ἀδελφὰς
αὐτάρκει τάχ᾽ ἐμμίξειν βοᾷ
τούσδ᾽ ἀνὰ χώρους:

ἤ που τὸν ἐφεσπέρου
πέτρας νιφάδος πελῶσ᾽
Οἰάτιδος εἰς νόμον,
πώλοισιν ἢ ῥιμφαρμάτοις
φεύγοντες ἁμίλλαις.
ἁλώσεται: δεινὸς ὁ προσχώρων Ἄρης,
δεινὰ δὲ Θησειδᾶν ἀκμά.
πᾶς γὰρ ἀστράπτει χαλινός,
πᾶσα δ᾽ ὁρμᾶται καθεῖσ᾽
ἀμπυκτήρια στομίων
ἄμβασις, οἳ τὰν ἱππίαν
τιμῶσιν Ἀθάναν
καὶ τὸν πόντιον γαιάοχον
Ῥέας φίλον υἱόν.

ἔρδουσ᾽ ἢ μέλλουσιν; ὡς
προμνᾶταί τί μοι
γνώμα τάχ᾽ ἀντάσειν
τᾶν δεινὰ τλασᾶν, δεινὰ δ᾽ εὑρουσᾶν πρὸς αὐθαίμων πάθη.
τελεῖ τελεῖ Ζεύς τι κατ᾽ ἆμαρ
μάντις εἴμ᾽ ἐσθλῶν ἀγώνων.
εἴθ᾽ ἀελλαία ταχύρρωστος πελειὰς
αἰθερίας νεφέλας κύρσαιμ᾽ ἄνωθ᾽ ἀγώνων
αἰωρήσασα τοὐμὸν ὄμμα.

ἰὼ θεῶν πάνταρχε, παντ-
όπτα Ζεῦ, πόροις
γᾶς τᾶσδε δαμούχοις
σθένει ‘πινικείῳ τὸν εὔαγρον τελειῶσαι λόχον,
σεμνά τε παῖς Παλλὰς Ἀθάνα.
καὶ τὸν ἀγρευτὰν Ἀπόλλω
καὶ κασιγνήταν πυκνοστίκτων ὀπαδὸν
ὠκυπόδων ἐλάφων στέργω διπλᾶς ἀρωγὰς
μολεῖν γᾷ τᾷδε καὶ πολίταις.

 

Wär ich, wo feindlicher
Männer Gegenwendung
den erzenen Schrei des Ares
mischt, ob am Pythischen Strand,
ob am Ufer der Fackeln,
wo die Herrinnen mit feierlichen Weihen
die Sterblichen nähren, deren Zunge
mit goldenem Schloß verriegelten
die Priester aus dem Geschlecht des Eumolpos.
Dort denk ich wird Kampf erregend
Theseus auch bald auf die beiden
jungfräulichen Schwestern treffen,
und sein Ruf schallt frei
durch unsre Gemarkung.

Oder kommen sie schon von Abend her,
wo beschneit der Fels,
zu Oias Weidegrund,
auf Pferden oder schnellen Wagen
in Scharen fliehend.
Ihnen droht Gefangenschaft: Schrecklich ist der Heimischen Ares,
schrecklich des Theseus Heermacht.
Alles Zaumzeug schimmert,
alles drängt herzu,
mit straffen Zügeln
sind im Anritt, die Ehre geben
Athene, der Freundin der Pferde,
und dem Meergott, der die Erde trägt,
der Rhea geliebtem Sohn.

Tun sie die Tat oder zaudern sie?
Wie mich Ahnung beschleicht,
bald sehe ich sie wieder,
die Arges litten, arge Leiden durch Blutsverwandte geduldet.
Zeus führt es ans Ziel, ans Ziel an diesem Tag,
ich bin die Seherin edler Kämpfe.
Könnt ich mit leichtem Flügel einer flinken Taube
Äthers Wolken durchdringen und über den Kämpfen
schweifen lassen das Auge.

Io der Götter Allherrscher,
allsichtiger Zeus, verleih
dieses Landes Hütern,
mit Siegesgewalt die Jagdbeute zu erlegen,
und ehrwürdig dein Kind, Pallas Athene.
Auch der Jäger Apollo
und seine Schwester, immer auf der Pirsch
nach den gescheckten, flinkhufigen Hirschen,
sie mögen wünsch ich doppelt Hilfe
schaffen diesem Land und seinen Bürgern.

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