Skip to content

Rudyard Kipling, Mandalay

30.06.2016

By the old Moulmein Pagoda, lookin’ eastward to the sea,
There’s a Burma girl a-settin’, and I know she thinks o’ me;
For the wind is in the palm-trees, and the temple-bells they say:
“Come you back, you British soldier; come you back to Mandalay!”

Come you back to Mandalay,
Where the old Flotilla lay:
Can’t you ’ear their paddles chunkin’ from Rangoon to Mandalay?
On the road to Mandalay,
Where the flyin’-fishes play,
An’ the dawn comes up like thunder outer China ’crost the Bay!

’Er petticoat was yaller an’ ’er little cap was green,
An’ ’er name was Supi-yaw-lat—jes’ the same as Theebaw’s Queen,
An’ I seed her first a-smokin’ of a whackin’ white cheroot,
An’ a-wastin’ Christian kisses on an ’eathen idol’s foot:

Bloomin’ idol made o’mud—
Wot they called the Great Gawd Budd—
Plucky lot she cared for idols when I kissed ’er where she stud!
On the road to Mandalay . . .

When the mist was on the rice-fields an’ the sun was droppin’ slow,
She’d git ’er little banjo an’ she’d sing “Kulla-lo-lo!”
With ’er arm upon my shoulder an’ ’er cheek agin’ my cheek
We useter watch the steamers an’ the hathis pilin’ teak.

Elephints a-pilin’ teak
In the sludgy, squdgy creek,
Where the silence ’ung that ’eavy you was ’arf afraid to speak!
On the road to Mandalay . . .

But that’s all shove be’ind me—long ago an’ fur away,
An’ there ain’t no ’busses runnin’ from the Bank to Mandalay;
An’ I’m learnin’ ’ere in London what the ten-year soldier tells:
“If you’ve ’eard the East a-callin’, you won’t never ’eed naught else.”

No! you won’t ’eed nothin’ else
But them spicy garlic smells,
An’ the sunshine an’ the palm-trees an’ the tinkly temple-bells;
on the road to Mandalay . . .

I am sick o’ wastin’ leather on these gritty pavin’-stones,
An’ the blasted Henglish drizzle wakes the fever in my bones;
Tho’ I walks with fifty ’ousemaids outer Chelsea to the Strand,
An’ they talks a lot o’ lovin’, but wot do they understand?

Beefy face an’ grubby ’and—
Law! wot do they understand?
I’ve a neater, sweeter maiden in a cleaner, greener land!
On the road to Mandalay . . .

Ship me somewheres east of Suez, where the best is like the worst,
Where there aren’t no Ten Commandments an’ a man can raise a thirst;
For the temple-bells are callin’, an’ it’s there that I would be—
By the old Moulmein Pagoda, looking lazy at the sea;

On the road to Mandalay,
Where the old Flotilla lay,
With our sick beneath the awnings when we went to Mandalay!
On the road to Mandalay,
Where the flyin’-fishes play,
An’ the dawn comes up like thunder outer China ’crost the Bay!

 

Mandalay

Bei der alten Pagode von Moulmein, die gen Osten schaut zum Meer,
da sitzt ein Burmeser Kind, und ich weiß, ich gefalle ihr sehr.
Der Wind in den Palmen und die Tempelglocken rufen ins Glück:
„Kehr zurück, Soldat aus England, nach Mandalay kehre zurück!“

Kehrst du nach Mandalay,
liegt dort die Flotte am Kai.
Hörst du zwischen Rangoon und Mandalay nicht der Schaufeln schäumende Lieder?
Sie fahren nach Mandalay wieder,
dort siehst fliegende Fische du tollen
und die Sonne von China her über die Bucht wie Donner rollen!

Ihr Unterrock war gelb und grün ihr kleiner Hut,
und sie nannte sich Supi Yaw Lat – genau wieʼs Thibaws Königin tut,
zuerst sah ich sie einen dicken Stumpen schmauchen
und keusche Küsse auf ihres Heidenbilds Füße hauchen:

blumiges Idol, geformt aus Lehm und Fetzen –
sie heißenʼs ihres Buddha großen Götzen –
vergessen war ihr frommes Getue, sie wollte gleich an meinen Küssen sich letzen,
auf dem Weg nach Mandalay …

Wenn Nebel auf die Reisfelder fiel und zögernd die Sonne entfloh,
zupfte sie auf ihrem Banjo und sang Kulla-lo-lo,
ihr Arm lag auf meiner Schulter und ihre Wange koste die meine,
wir sahen Dampfer stampfen und Hathis Teakholz stapeln mit dem Elfenbeine,

Teakholz stapeln die Elefanten
aus des Flusses schlammschlürfenden Spanten,
wo Schweigen schwer hing über allem, daß bang wir uns den Mund nicht verbrannten!
Auf dem Weg nach Mandalay …

Doch all das liegt hinter mir – lang vorbei, versunkene Schemen,
man kann keinen Bus von der Bank nach Mandalay nehmen,
hier in London gehtʼs mir auf, wovon altgediente Soldaten berichten:
„Wenn dich einmal der Ruf des Ostens ergriff, kannst du auf alles andre verzichten.“

Ja, auf alles magst du verzichten,
wenn dich scharfer Gewürze Düfte locken,
der Sonne Leuchten in den Palmen und das Bimmeln der Tempelglocken,
auf dem Weg nach Mandalay …

Ich bin es leid, die Sohlen abzuwetzen auf dieses Pflasters hartem Stein,
und der verfluchte englische Regen erregt mir Fieber im Gebein,
bin ich auch mit fünfzig Hausmädchen nach Chelsea um die Klippen gebogen,
da reden sie ʼne Menge von Liebe, aber war nicht alles an den Haaren herbeigezogen?

Bulliges Gesicht und schmuddelig und –
meiner Treu, wie radebrechte ihr Mund!
Was tat mir doch ein reinlich-feineres Kind in einem blühend-grüneren Lande nicht kund!
Auf dem Weg nach Mandalay …

Laßt uns irgendwo östlich von Suez segeln, wo der Edelste den Niedersten grüßt,
wo sich keiner um die Zehn Gebote schert und ein Mann erregen kann süßes Gelüst.
Wo die Tempelglocken rufen, dorthin möchte ich gehen,
bei der alten Pagode von Moulmein, um träge aufs Meer hinauszusehen.

Auf dem Weg nach Mandalay,
wo die Flotte liegt am Kai,
unsere Kranken bargen die Segel, als es ging nach Mandalay!
Auf dem Weg nach Mandalay,
dort siehst fliegende Fische du tollen
und die Sonne von China her über die Bucht wie Donner rollen!

Kommentar hinterlassen

Note: XHTML is allowed. Your email address will never be published.

Subscribe to this comment feed via RSS

Top