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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Abschied Hand in Hand lyrische Gedichte Liebesgedichte</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Abschied Hand in Hand</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Feb 2018 00:32:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Dann klammern wir uns wie Kinder, wenn es dunkelt, aneinander, schmiegen uns wie Vögel ins Gefieder und bilden des Abschieds Brücke mit Hand und Hand. Einmal führte uns dein Schritt, einmal der meine, wir spürten es kaum, da wir Schulter an Schulter ins Dunkel glitten. Ich mußte nichts sagen, sah ich nur deine Augen, du [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/abschied-hand-hand/">Abschied Hand in Hand</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Dann klammern wir uns wie Kinder,<br />
wenn es dunkelt, aneinander,<br />
schmiegen uns wie Vögel ins Gefieder<br />
und bilden des Abschieds Brücke<br />
mit Hand und Hand.</p>
<p>Einmal führte uns dein Schritt,<br />
einmal der meine,<br />
wir spürten es kaum,<br />
da wir Schulter an Schulter<br />
ins Dunkel glitten.</p>
<p>Ich mußte nichts sagen,<br />
sah ich nur deine Augen,<br />
du mußtest nichts fragen,<br />
als der Weg durch Schatten,<br />
immer tiefer durch Schatten stieg.</p>
<p>Der Weg war lang und steinig,<br />
Zweige klatschten Dornen ins Gesicht,<br />
bis sich die Höhe lichtete<br />
und milde Luft von unteren Wassern quoll.</p>
<p>Dort steht die alte Bank am Eichenbaum,<br />
da lauschen lange wir den Mythen<br />
des hohen sternenschönen Lebens,<br />
die sein Laub mit Purpurtönen haucht.</p>
<p>Wir sehen auf gewelltem Band<br />
des grünen Wassers im Tal<br />
Blätter, Zweige, Früchte,<br />
die schon vergilbten Farben<br />
von grauen Seufzern<br />
fortgetragen.</p>
<p>Zwischen Laubes Schatten<br />
regen geisterhaft<br />
sich vage Gesten<br />
längst entschwundener Freunde.</p>
<p>Wir sitzen Haupt an Haupt geneigt,<br />
Hand in Hand,<br />
Bild im Abschiedsbild der Welt.</p>
<p>Alle Klage, alle Sehnsucht schläft,<br />
die Eulen, die Nachtigallen schlafen.</p>
<p>Nur der leise Wind der Nacht<br />
zupft spielend dir am Seidenschal<br />
mit den zarten Blumenmustern,<br />
windet spöttisch mir und lässlich<br />
die sich sträubt, die weiße Locke.</p>
<p>Dein Händedruck wird fester, zuckt,<br />
dann löst er sich, ich gebe dir mit meinem<br />
einen letzten Gruß der Wärme<br />
von einem Herz, das leiser schlägt,<br />
als glühte Mohn im Blut.<br />
Und dein Gruß ist ein erstauntes „Ach!“.</p>
<p>So sitzen wir am Rand des Walds, des Tals,<br />
geschlossenen Auges fühlen wir den Fluß<br />
mit Blättern, die wirbelnd bald versinken,<br />
uns durchfließen wie einen fremden Atem,<br />
der ans andre Ufer drängt.</p>
<p>So sitzen wir am Rand des Walds<br />
wie an überrankten Tores Schwelle,<br />
betaut von dunkelgrünen Rätseln,<br />
als wären wir in Stein gehauene Figuren.</p>
<p>Und wenn das Wasser golden blitzt,<br />
und fern die Morgenglocken rufen,<br />
so sehen wir es nicht, hören es nicht mehr.</p>
<p>&nbsp;</p>
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