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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Abschiedsrede des Pan an die Hirten lyrische Gedichte</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Abschiedsrede des Pan an die Hirten</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Apr 2016 19:47:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Abschiedsrede des Pan an die Hirten lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Mein Mittag sank im blausten Augenblick dahin, der Hirschkuh gleich, die waidwund einsam bricht ins Knie – die Götterstille schluckte eine Schlange, die kroch aus dem Verlies verbrannter Häute. Es sind des Abends goldene Fingerspitzen, die mir Abschiedsblüten streuen, mir sagen: „Lebe wohl!“ Es mäht am Ufer des Sees die silberne Sichel des Monds das [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/abschiedsrede-des-pan-die-hirten/">Abschiedsrede des Pan an die Hirten</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Mein Mittag sank<br />
im blausten Augenblick dahin,<br />
der Hirschkuh gleich, die waidwund<br />
einsam bricht ins Knie –</p>
<p>die Götterstille schluckte eine Schlange,<br />
die kroch aus dem Verlies<br />
verbrannter Häute.</p>
<p>Es sind des Abends goldene Fingerspitzen,<br />
die mir Abschiedsblüten streuen,<br />
mir sagen: „Lebe wohl!“</p>
<p>Es mäht am Ufer des Sees<br />
die silberne Sichel des Monds<br />
das Schilf der Schatten.</p>
<p>Mein Bruder hängt am Fels,<br />
ein Adler reißt von seinem Leben,<br />
die Nacht zu atzen.</p>
<p>Die Schwester, o reine Rose,<br />
zittert nun, ein Stern<br />
kältester Ferne,<br />
über dem Gipfelschnee der Schmerzen.</p>
<p>Ihr, meine rauhe, heiße Schar,<br />
ihr seid berufen,<br />
nicht nur das Lamm zu bergen,<br />
das im Dornbusch blutet,</p>
<p>das Honiglicht aus dem Flüstern<br />
alter Eichen zu fassen<br />
in die Blumenschale,</p>
<p>das kristallne Lied<br />
aus dem Moos der Quelle<br />
rein zu wahren –</p>
<p>berufen seid ihr auch,<br />
die Flöte zu beerben,<br />
meiner Seele Mund,</p>
<p>ihr weiches Holz<br />
mit warmem Hauch<br />
und zartem Beben,</p>
<p>mit geküßten Lippen<br />
der Erinnerung zu weihen<br />
an das ländlich-schlichte Leben,<br />
das von Erosʼ Tränen überglänzte. –</p>
<p>Ihr kommt in dürre Zeiten,<br />
sonder Fühlung mit den Geistern<br />
der Lüfte und der Wasserspiele,</p>
<p>Zeiten, die ein Kalender<br />
von knöchern-greiser Hand<br />
nach Todestagen<br />
und Abschiedsfeiern zählt,</p>
<p>Zeiten, da der Sappho weiße Tauben<br />
die schwarzen Teiche<br />
der Einsamkeit<br />
mit ihrem Federflaum beschneien.</p>
<p>In diesen Zeiten sollt ihr mein gedenken<br />
und dem sanften Knaben,<br />
der sich über den Rand des Teiches beugt,<br />
dem Kind der reinen Stirn,<br />
dem sinken ließ auf Traumes Schwelle<br />
die schlafwandelnde Muse<br />
eine goldene Locke,<br />
meine Flöte schenken.</p>
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