<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Bandusia philosophische Gedichte lyrische Gedichte</title>
	<atom:link href="http://www.luxautumnalis.de/tag/bandusia-philosophische-gedichte-lyrische-gedichte/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.luxautumnalis.de</link>
	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
	<lastBuildDate>Mon, 01 Jun 2026 00:15:41 +0000</lastBuildDate>
	<language>de-DE</language>
		<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
		<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=3.9.40</generator>
	<item>
		<title>Bandusia</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/der-bandusische-quell/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/der-bandusische-quell/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 15 Oct 2022 22:03:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Bandusia philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=29388</guid>
		<description><![CDATA[<p>Fern im Sabinertal, und ferner noch, ferner, im freudigen Geiste des Dichters floß ein einsamer Quell, wo manchmal die Taube eine Feder verlor, und sie schwamm zwischen leuchtenden Knospen im Mai, purpurnem Laub im Oktober vielleicht bis zum Meere hinab. Wie sie entsprang, im hohlen Stein unter ragenden Eichen, weiß keiner zu sagen, die Erde [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-bandusische-quell/">Bandusia</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Fern im Sabinertal,<br />
und ferner noch, ferner,<br />
im freudigen Geiste des Dichters<br />
floß ein einsamer Quell, wo manchmal die Taube<br />
eine Feder verlor, und sie schwamm<br />
zwischen leuchtenden Knospen im Mai,<br />
purpurnem Laub im Oktober<br />
vielleicht bis zum Meere hinab.</p>
<p>Wie sie entsprang, im hohlen Stein<br />
unter ragenden Eichen,<br />
weiß keiner zu sagen, die Erde selbst,<br />
die in die Tiefe gelauscht<br />
und hörte das Schluchzen, die Klage,<br />
wie eines eingeschlossenen Kinds,<br />
hat es vergessen, ob ihr den Mund auftat<br />
mütterliches Erbarmen, ob des Vaters Strahl,<br />
von dem die rauchige Inschrift<br />
der Eichenrinde gezeugt.</p>
<p>Und sie sang,<br />
dem goldenen Lichte des Tags,<br />
das ihre tönende Schale gespiegelt,<br />
bis es im rötlichen Laubicht verglomm,<br />
den silbernen Tränen der Nacht,<br />
die von Lunas Tau in den Schoß ihr,<br />
den im Schlafe sprechenden, fielen,<br />
immer in anderem Melos,<br />
schäumend Pherekrateen,<br />
Glykoneen vertropft im Moos,<br />
seufzend Adonis,<br />
nur in der Stunde des Pan,<br />
wenn dem Hirten die Flöte entsank,<br />
stockte ihr Atem,<br />
nur wenn Venus erblaßte,<br />
überschlug sich ihr Herz.</p>
<p>Der Dichter aber ging hin,<br />
im Frühlicht zitternder Falter,<br />
beim Abendläuten der Herden,<br />
und schöpfte im irdenen Krug,<br />
den apollinische Flamme gehärtet,<br />
den Trunk, der den Durst ihm gelöscht,<br />
den Durst nach klarer Empfindung,<br />
nach Belebung der Trübsal,<br />
des Zwielichts, der Dunkelheit<br />
mit funkelnder Sprache Gestalten.</p>
<p>Nun ist das Melos verstummt,<br />
zugeschüttet die Quelle,<br />
die Eichen gefällt,<br />
keine Feder schwebt mehr herab,<br />
die Taube und ihre Schwestern,<br />
die einst um den schlafenden Knaben<br />
betauten Lorbeer gehäuft,<br />
die Tauben sind tot,<br />
dunkel das Schicksal des Krugs,<br />
verschollen die Scherben.</p>
<p>Warum? Wer weiß es zu sagen?<br />
Die Erde, von Dickicht verhüllt,<br />
unter wüstem Erinnerungsschutt<br />
halb schon erstickt,<br />
sie schweigt,<br />
und der ihr die Zunge gelöst,<br />
der Geist der himmlischen Höhe,<br />
bog zurück seinen Strahl<br />
in die sternlose Nacht,<br />
jenseits der schneeigen Gipfel,<br />
jenseits der glühenden Wolken,<br />
unsichtbar allen Profanen,<br />
die ihn verlästert,<br />
den Durst nach dem heiligen Quell.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-bandusische-quell/">Bandusia</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/der-bandusische-quell/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
