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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Das Adieu der Blumen lyrische Gedichte über Koblenz und die Eifel</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Das Adieu der Blumen</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Nov 2018 23:25:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Koblenz, Koblenz-Metternich, die Eifel und den Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Das Adieu der Blumen lyrische Gedichte über Koblenz und die Eifel]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Als meine kleinen Blumen-Worte scheiden mußten, bepackt mit Proviant von Pollen, bunte Schirmchen schwingend von drei- und vierblättrigem Klee, winkte ich ihnen von der Schwelle nach und rief: „Seid so lieb, ihr Knirpse, und schreibt mir fleißig Ansichtskarten vom Rhein, der Mosel, aus dem Eifelland!“ Die Zeit vergeht, wortkarg geworden scher ich mich keinen Deut [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/das-adieu-der-blumen/">Das Adieu der Blumen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Als meine kleinen Blumen-Worte<br />
scheiden mußten, bepackt mit Proviant<br />
von Pollen, bunte Schirmchen schwingend<br />
von drei- und vierblättrigem Klee,<br />
winkte ich ihnen von der Schwelle nach<br />
und rief: „Seid so lieb, ihr Knirpse,<br />
und schreibt mir fleißig Ansichtskarten<br />
vom Rhein, der Mosel, aus dem Eifelland!“</p>
<p>Die Zeit vergeht, wortkarg geworden<br />
scher ich mich keinen Deut mehr<br />
um mein Leben, das blöd verfließt<br />
wie das sture Tropfen eines Wasserhahns,<br />
und leuchtet und lacht und duftet<br />
kein Blumenantlitz mehr ins Grau-<br />
in-Grau dem verdüstert Blütenlosen.</p>
<p>Und jeden Morgen hör ich, ob der Kasten<br />
klappert und ein Brieflein kommt,<br />
doch lange kommt der gelbe Bote<br />
ohne Hermesʼ weiches Flügelrauschen.</p>
<p>Und endlich halt ich aufgeregt ein Kärtchen,<br />
grell bedruckt mit einem Bild der Blumen-<br />
haine der Alhambra, in den feuchten Händen,<br />
und lese eine Krakelei von Botschaft meiner<br />
liebsten Wörter: Rose, Lilie, Aster, Veilchen,<br />
Anemone, Levkoje, Oleander, Flieder, Vergiß-<br />
meinnicht, Kirsch-, Orangen- und Zitronen-<br />
blüte, und du Braut der blauen Lüfte,<br />
Löwenzahn, sie alle, meine Holden,<br />
wollen in diesem Paradies auf Erden bleiben<br />
und nicht mehr wandern in das Elend heim,<br />
wo sie keine wahre Sonne küßt, nur eine<br />
metaphernblasse kalt bestaunt, keine<br />
echte Biene kitzelt, nur fette Motten<br />
nächtlich dumpf umbrummsen, kein Falter<br />
sie umschmeichelt wie im Paradiesesgarten<br />
der Alhambra, wo sie nun Wurzeln schon<br />
getrieben und bleiben wollen immerdar.</p>
<p>Soll ich unter verhangenem Himmel mich<br />
nun schleppen über Pfad und Zeile, wo kein<br />
Moos die schweren Tritte dämpft, kein blauer<br />
Stern der Erde, kein Veilchenduft mich führt<br />
zu weichen Wassern, die den Sinn des Liedes<br />
nähren, das Lächeln stiller Blumen?</p>
<p>Ach was, ich hab die Koffer schon gepackt,<br />
nehme nicht viel mit, nur einen weißen<br />
Anzug und einen hellen Hut aus Stroh,<br />
dazu, ach Tränen, ihr seid mir stumme Zeugen,<br />
ein Häuflein dunkler Heimaterde vom Ufer<br />
des Rheins, der Mosel und vom Ranft<br />
des Eifelmaars, sie in die Beete meiner<br />
ausgewanderten Blumen auszustreuen<br />
im Paradiesesgarten der Alhambra.</p>
<p>&nbsp;</p>
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