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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Das Fenster Sprache Wittgenstein-Sonette philosophische Gedichte lyrische Gedichte</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Das Fenster Sprache</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Sep 2024 22:08:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Aber mein Weltbild habe ich nicht, weil ich mich von seiner Richtigkeit überzeugt habe; auch nicht, weil ich von seiner Richtigkeit überzeugt bin. Sondern es ist der überkommene Hintergrund, auf welchem ich zwischen wahr und falsch unterscheide. Die Sätze, die dies Weltbild beschreiben, könnten zu einer Art Mythologie gehören. Und ihre Rolle ist ähnlich der [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/das-fenster-sprache/">Das Fenster Sprache</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Aber mein Weltbild habe ich nicht, weil ich mich von seiner Richtigkeit überzeugt habe; auch nicht, weil ich von seiner Richtigkeit überzeugt bin. Sondern es ist der überkommene Hintergrund, auf welchem ich zwischen wahr und falsch unterscheide.</em></p>
<p>Die Sätze, die dies Weltbild beschreiben, könnten zu einer Art Mythologie gehören. Und ihre Rolle ist ähnlich der von Spielregeln, und das Spiel kann man auch rein praktisch, ohne ausgesprochene Regeln, lernen.</p>
<p>Die Mythologie kann wieder in Fluß geraten, das Flußbett der Gedanken sich verschieben. Aber ich unterscheide zwischen der Bewegung des Wassers im Flußbett und der Verschiebung dieses; obwohl es eine scharfe Trennung der beiden nicht gibt.</p>
<p>Wer keiner Tatsache gewiß ist, der kann auch des Sinnes seiner Worte nicht gewiß sein.</p>
<p>Wer an allem zweifeln wollte, der würde auch nicht bis zum Zweifel kommen. Das Spiel des Zweifelns selbst setzt schon die Gewißheit voraus.</p>
<p>Wenn mich ein Blinder fragte „Hast du zwei Hände?“, so würde ich mich nicht durch Hinschauen davon vergewissern. Ja, ich weiß nicht, ob ich meinen Augen trauen sollte, wenn ich überhaupt dran zweifelte. Ja, warum soll ich nicht meine <strong>Augen</strong> damit prüfen, daß ich schaue, ob ich beide Hände sehe? <strong>Was</strong> ist <strong>wodurch</strong> zu prüfen?! (Wer entscheidet darüber, was feststeht?)</p>
<p>Ludwig Wittgenstein, Über Gewißheit (Nr. 94, 95, 97, 114, 115, 125)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Tag bricht an, ich sag, die Blumen sind<br />
viel farbenreicher als beim Kerzenscheine.<br />
Doch fragst du mich, was ich mit Farbe meine,<br />
vermute ich, du seist bedeutungsblind.</p>
<p>Du magst wohl schreien, dies sei deine Hand,<br />
hab ich sie eingequetscht dir aus Versehen.<br />
„Reich mir die Hand!“ heißt nicht, erst nachzusehen,<br />
ob sie vorhanden, ist man bei Verstand.</p>
<p>Du kannst zugleich nicht beides überprüfen,<br />
den Maßstab und was du dran mißt, die Dinge,<br />
sonst taumelst du im Zwielicht leerer Tiefen.</p>
<p>Wir müssen mit Bedacht die Angeln eichen,<br />
damit das alte Fenster auf sich schwinge<br />
und uns die milden Strahlen noch erreichen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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