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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Das Gespinst der Fliegen komisch-groteske Gedichte</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Das Gespinst der Fliegen</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Dec 2016 13:32:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Das Gespinst der Fliegen komisch-groteske Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Es ist, als hielten sie dir, und du stirbst ja, seufzest schon posthumes Kauderwelsch, rote, grüne Plastikblumen vor die Nase, und schütteln und wirbeln sie, oder blasen albern dir letzte Grüße hin mit einer Tröte, sie tanzen um dein Sterbelager in Harlekinkostümen und summen dabei, die Zungen fletschend. Eine, sie, die fischige Melusine, preßt ihren [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/das-gespinst-der-fliegen/">Das Gespinst der Fliegen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist, als hielten sie dir,<br />
und du stirbst ja, seufzest<br />
schon posthumes Kauderwelsch,<br />
rote, grüne Plastikblumen vor die Nase,<br />
und schütteln und wirbeln sie,<br />
oder blasen albern dir<br />
letzte Grüße hin mit einer Tröte,<br />
sie tanzen um dein Sterbelager<br />
in Harlekinkostümen<br />
und summen dabei,<br />
die Zungen fletschend.</p>
<p>Eine, sie, die fischige Melusine,<br />
preßt ihren glitzernd-schuppigen Leib<br />
an dich, er wickelt sich um deine Beine,<br />
ihr dreht euch schnell umeinander,<br />
verflochtene Aale,<br />
und du hörst, wie auf dem Parkett<br />
die breite chitinharte Flosse<br />
rhythmisch klatscht.</p>
<p>Bist du endlich allein,<br />
kommt Stille zu eratmen,<br />
weicht die Blendung,<br />
weicht vor stummen Schatten<br />
die Strahlenreizung –</p>
<p>da surrt es und schwirrt,<br />
es sirrt und flirrt, an der Decke,<br />
an der Wand, jetzt färbt sich das Fenster,<br />
wölkt blauschwarz sich lebendiger Schleier<br />
über dem blauen Teich der Nacht<br />
zu allegorischen Grimassen,<br />
flüchtige Masken verschollener Leben,<br />
hohläugige Fratzen verquollener Lust,<br />
all die Mimen, die dein Dasein spielten,<br />
blitzen, grinsen auf, drehen Aberwitz<br />
mit ihren Augenäpfeln,<br />
spucken Wörter, glattgelutschte Kerne,<br />
bilden Blasen vor dem Mund, die knallend platzen,<br />
Gesichter, die dein Dasein mimten,<br />
mit deinem Blut gespeist,<br />
mit deinen Tränen gewaschen,<br />
sie verlaufen ineinander,<br />
zwei glühende Brauen bleiben stehen,<br />
Apostrophe der Leere.</p>
<p>Geräusche sickern ein<br />
aus dem Hinterhof<br />
verlorener Sommerabende,<br />
Scharren im Stroh,<br />
Schaben schartiger Eisen auf weichen Polstern,<br />
das Quietschen eines Luftballons,<br />
Gedudel aus dem Radio,<br />
an dem die Langeweile dreht und dreht.</p>
<p>Fetzen von Gesang, gelallt, gequäkt,<br />
ein Zwerg bestreicht die Glasharmonika<br />
mit dem immer wieder angefeuchteten Finger,<br />
du hörst sein inständiges Lutschen,<br />
dann zerbricht eine gläserne Röhre<br />
und die schwere Walze steht.</p>
<p>Das Gespinst der Fliegen verdickt sich,<br />
erstickt in sich selbst,<br />
ein schwarzer Schlamm sackt von der Scheibe,<br />
als der fahle Schein des Morgens graut,<br />
wird ein nach Mottenpulver riechender<br />
schwerer Samtvorhang<br />
über dein Gesicht gezogen.</p>
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