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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Das Lächeln der Blinden philosophische Gedichte</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Das Lächeln der Blinden</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Dec 2024 23:02:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Das Lächeln der Blinden philosophische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>„Du bist doch vielgewandert und beschlagen, sahst vieler Völker Sitten, was geblüht auf Sonneninseln, was dürrem Karst entsprossen. Trafst du auf Menschen, die auch unter Blitzen gelassen blieben, an trübem Tage heiter?“ „Ich traf da einen, den man aufgegeben, er galt für geistesschwach, war schief gewachsen. Er hütete im Steppenland die Ziegen. Ich hörte schon [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/das-laecheln-der-blinden/">Das Lächeln der Blinden</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>„Du bist doch vielgewandert und beschlagen,<br />
sahst vieler Völker Sitten, was geblüht<br />
auf Sonneninseln, was dürrem Karst entsprossen.<br />
Trafst du auf Menschen, die auch unter Blitzen<br />
gelassen blieben, an trübem Tage heiter?“<br />
„Ich traf da einen, den man aufgegeben,<br />
er galt für geistesschwach, war schief gewachsen.<br />
Er hütete im Steppenland die Ziegen.<br />
Ich hörte schon von ferne den Gesang<br />
und sah ihn bald im groben Filzhut sitzen<br />
vor eines Feuers fahl gewordener Glut.<br />
Sein magrer Hund lag treu zu seinen Füßen<br />
und schlug mit seinem Schweif wie zum Refrain.<br />
Ich klaubte Reisig auf, damit die Flammen<br />
noch Nahrung fänden, milde Wärme wir,<br />
es kam ein Hauch von schneebedeckten Gipfeln.<br />
Er kramte aus dem Sack geschnitzte Becher,<br />
ihr Lippenwulst war wie erstarrtes Seufzen,<br />
und goß den Wein aus einem Lederschlauch,<br />
an dem ein Purpurband im Wind geflattert.<br />
So saßen schweigend wir, bis auf dem See,<br />
dem dunklen See des uferlosen Himmels,<br />
des Mondes bleiche Blume schwamm. Darüber<br />
glomm Venus stumm und kalt. Er sang aufs neu,<br />
doch hatte Worte nicht, kein Bild, das fesselt,<br />
und keinen Reim als Boje auf der Flut,<br />
nur schluchzend-herben Schmelz der heißen Kehle.“</p>
<p>*</p>
<p>Die Blinden mögen lächeln und die Toten,<br />
nicht jene, die da nah das Ferne sehen.</p>
<p>*</p>
<p>Kaum streift, was schuldlos blühte, Menschenblick,<br />
krümmt es sich wie vor Scham, um hinzuwelken.</p>
<p>*</p>
<p>Es führt ein jedes Wort ins Labyrinth,<br />
kein Faden uns zurück ans Heimatlicht.</p>
<p>*</p>
<p>„Wie faule Frucht spuckst du die Worte aus,<br />
als trüge einen Wurm in sich ein jedes.“<br />
„Nach Eden fand ich nicht, wo unverdorben<br />
noch Frucht, sagt man, in grünen Schatten glüht.“</p>
<p>*</p>
<p>Platon fand im Wort den Herrscher weise,<br />
doch auf Sizilien war’s nicht inkarniert.</p>
<p>*</p>
<p>Die Katze spielt mit einer Maus, die Schreck gelähmt,<br />
wie mit dem Herzen Amor, wenn sein Giftpfeil traf.</p>
<p>*</p>
<p>Es kann die Einsicht keine Wunde stillen,<br />
wir finden Ruhe nur im Schlaf, den Mohn vertieft.</p>
<p>&nbsp;</p>
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