<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Der winkende Schatten lyrische Gedichte Blankvers Gedicht über Koblenz Jamben</title>
	<atom:link href="http://www.luxautumnalis.de/tag/der-winkende-schatten-lyrische-gedichte-blankvers-gedicht-ueber-koblenz-jamben/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.luxautumnalis.de</link>
	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
	<lastBuildDate>Mon, 25 May 2026 22:15:03 +0000</lastBuildDate>
	<language>de-DE</language>
		<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
		<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=3.9.40</generator>
	<item>
		<title>Der winkende Schatten</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/der-winkende-schatten/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/der-winkende-schatten/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 15 Oct 2017 17:49:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Koblenz, Koblenz-Metternich, die Eifel und den Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Der winkende Schatten lyrische Gedichte Blankvers Gedicht über Koblenz Jamben]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=15290</guid>
		<description><![CDATA[<p>Ich roch den süßen Wehmutsduft der Linde, sie ragte noch vor morschen Treppenstufen, warf auf das Kirchenfenster warme Tupfer vom Abendrot berauschten Laubs und ihre verzückten Schatten rankten sich um Pfeiler und Engel, schlummernd in barocken Nischen, es küßten Lippen goldner Lindenblätter das weiße Tuch des Hochaltares. Schnaubend zog schweren Tritts das Kaltblut seinen Wagen, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-winkende-schatten/">Der winkende Schatten</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich roch den süßen Wehmutsduft der Linde,<br />
sie ragte noch vor morschen Treppenstufen,<br />
warf auf das Kirchenfenster warme Tupfer<br />
vom Abendrot berauschten Laubs und ihre<br />
verzückten Schatten rankten sich um Pfeiler<br />
und Engel, schlummernd in barocken Nischen,<br />
es küßten Lippen goldner Lindenblätter<br />
das weiße Tuch des Hochaltares. Schnaubend<br />
zog schweren Tritts das Kaltblut seinen Wagen,<br />
mit grauen Kohlensäcken hoch beladen,<br />
der Kutscher schlief, vermummt in der Kapuze,<br />
der Kindheit dumpfe Gasse hin. Wo aber<br />
sind Nachbarn, Freunde, wo die abends streunen,<br />
die falben Katzen, Vögel, ihrer pfiffig<br />
auf Daches Firsten spottend, wo? So bin ich<br />
allein in meinem Traum? Der Duft der Linde<br />
umfließt mich noch wie wehes Säumen Kinder,<br />
die auf der Schwelle Regenfäden zählen.<br />
Es wird schon dunkel, Lichter gehen hinter<br />
Gardinen an, dort ist die Gaslaterne,<br />
sie flackert bang, wie Stundenbrenner, mücken-<br />
verklebt das Glas. Es ist das alte Haus, wo<br />
Fronleichnam Blumen neben hohen Kerzen<br />
auf Fenstersimsen prangten, Weidenkätzchen,<br />
Großvater hatte sie gebracht vom Ufer<br />
des Bachs, begrünten den Basalt des Hauses,<br />
ich schlüpfte scheuend übers Kopfsteinpflaster,<br />
da waren kleine Blüten ausgestreut in Farben<br />
naiver Muster, lebt denn keiner hier von<br />
den Meinen mehr, bin ich in Träumen einsam?<br />
Da hörte ich der Eule Ruf aus schwarzem<br />
Gehöft, ein Wind kam, löschte alle Lampen,<br />
aus Fühlens Nacht, der Linde letztem Stäuben<br />
stieg endlich auf mir bis ans Herz ein Schluchzen.<br />
Hat zarte Hand nicht dort des Vorhangs Rüschen<br />
gelinde aufgerafft? Der schmale Schatten,<br />
der nun zu winken scheint, bin ichʼs nicht selber?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-winkende-schatten/">Der winkende Schatten</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/der-winkende-schatten/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
