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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Deutschen Michels liebster Wahn komisch-groteske Gedichte</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Deutschen Michels liebster Wahn</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Feb 2016 12:06:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschen Michels liebster Wahn komisch-groteske Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Wenn er in Filzpantoffeln döst sommersonntagnachmittäglich auf der durchgefurzten Chaise, wenn die Sonne neckisch ihm im dicken Tropfen irisiert, der an der Nasenspitze zittert, träumt ihm heiß, träumt ihm schwer, denn die Knödel quellen quer, träumt ihm von dem bösen Surren einer Fliege, haarig-schwarz, und er greift sich traumverbittert, eine Klatsche, somnambulisch auf die Jagd [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/deutschen-michels-liebster-wahn/">Deutschen Michels liebster Wahn</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn er in Filzpantoffeln döst<br />
sommersonntagnachmittäglich<br />
auf der durchgefurzten Chaise,</p>
<p>wenn die Sonne neckisch ihm<br />
im dicken Tropfen irisiert,<br />
der an der Nasenspitze zittert,</p>
<p>träumt ihm heiß, träumt ihm schwer,<br />
denn die Knödel quellen quer,<br />
träumt ihm von dem bösen Surren</p>
<p>einer Fliege, haarig-schwarz,<br />
und er greift sich traumverbittert,<br />
eine Klatsche, somnambulisch</p>
<p>auf die Jagd zu gehen, und er<br />
hebt des Denkers Pansen aus<br />
den Kissen, ritsch und ratsch,</p>
<p>pitsch und patsch haut er<br />
drein, und stets entschwirrt<br />
ihm das schnurrige Phantom</p>
<p>dieser Tausendjahres-Fliege.<br />
Ritsch und ratsch fällt die Vase,<br />
stürzt herab von der Vitrine</p>
<p>Bild um Bild gerahmten Grinsens<br />
feister Enkel, dicker Kater,<br />
und das Aquarium stürzt mit.</p>
<p>Doch nun setzt des Dämons Schatten<br />
sich über seiner Lippe fest,<br />
und es reißt der deutsche Michel</p>
<p>sich den Schatten ab und ab,<br />
vergebens. Denn es ist der Unheils-<br />
Schnurres seines liebsten Wahns.</p>
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