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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Die Entgrenzten Zeitgedichte komisch-groteske Gedichte</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Die Entgrenzten</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Jun 2016 19:59:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte zur Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Die Entgrenzten Zeitgedichte komisch-groteske Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Wenn sich ihnen eine Laus ins Fell setzt, dürfen sie sich nicht kratzen und den Gast nicht quetschen (sie tun es heimlich, nachts auf dem Abtritt ihrer Freudenhäuser hört man es manchmal knacken und in den Hinterhöfen stinkt es schon öfters nach verkohltem Chitin), denn sie leben in Harmonie, so kündet ihr Arsch- Tatoo, mit [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/die-entgrenzten/">Die Entgrenzten</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn sich ihnen eine Laus ins Fell setzt,<br />
dürfen sie sich nicht kratzen und den Gast<br />
nicht quetschen (sie tun es heimlich,<br />
nachts auf dem Abtritt ihrer Freudenhäuser<br />
hört man es manchmal knacken und in den Hinterhöfen<br />
stinkt es schon öfters nach verkohltem Chitin),<br />
denn sie leben in Harmonie, so kündet ihr Arsch-<br />
Tatoo, mit allem, was da kreucht und fleucht.<br />
Doch die wahrhaft Entgrenzten mischen<br />
auf ihren Babelsfesten und dem Phrasenjahrmarkt<br />
der Kirchentage den Auswurf, den Kot<br />
ihrer Läuse, Wanzen und Schrecken (Pharaos Plagen),<br />
um die geistige Auflösung, die sie Erlösung nennen,<br />
zu entfesseln, Vanitas ist ihre Caritas,<br />
in das unreine Brot, den Jauche-Wein.</p>
<p>Wenn das Unkraut, das Sciroccos dicke Lippen<br />
in ihren schönen Garten geblasen, ihnen<br />
aus platzenden Schoten um die Ohren knallt<br />
und ihren Alpenveilchen ins Gesicht,<br />
dürfen sie nicht zu Pestiziden greifen,<br />
denn sie leben in Harmonie mit allem,<br />
was da wuchert und sprießt, entgrenzten<br />
Sinns lecken sie an der stinkendsten Morchel,<br />
denn die Ekstatiker der Selbstentmannung opfern gern<br />
den eigenen Samen, wenn nur der fremde im Schoß,<br />
dem heimatlichen, stromert und strunzt.</p>
<p>Die Schakale, die über ihren Lattenzaun springen,<br />
und das Kaninchen ihres Zöglings reißen,<br />
des fremdgezeugten, oder den Mops ihrer<br />
Lebensabschnittspartnerin vierteilen,<br />
dürfen sie nicht schießen, denn die Entgrenzten<br />
sind friedensbewegte Kretins des Herzens,<br />
die gern das Eigne opfern, wenn nur das Fremde<br />
die Zunge fletscht und in die Nacht, die heimatliche, jault.</p>
<p>Den Paradiesvögeln und bunten Papageien,<br />
die morgens auf ihren Fenstersimsen hocken<br />
und mit lüsternen Schnäbeln an die Scheiben klopfen,<br />
leihen sie andächtig das Ohr, lernen an ihnen<br />
ein frivoles Krächzen und Zungenbrechen,<br />
schicken die Kleinen in die Schule ihrer greulichen<br />
Prosodie, denn die Entgrenzten opfern gern<br />
die eigene Mutter, wenn nur die fremde Zunge<br />
in die aufgerissenen Stellen der eigenen,<br />
in die selbstgebissene, offene Wunde<br />
den betäubenden Sud des Vergessens träuft.</p>
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