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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Die Heimkehr vom Gebirge philosophische Gedichte lyrische Gedichte</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Die Heimkehr vom Gebirge</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Jan 2025 23:37:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
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		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Die Heimkehr vom Gebirge philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Goldenen Blühens Dämmerlicht ist erloschen schon. Ich gehe auf dem steilen Weg, abwärts, vorbei an schroffem Urgestein, am Wehen bärtig alter Farne, betropft von Tropfen matten Lichts, Moos, älter als das Menschenwort, grüner als sein schwacher Sinn. O zu gehen, einsam, und nicht wissend, ob einer abgeirrt oder ihm bestimmt ein Ziel. Vorbei an jähen [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/die-heimkehr-vom-gebirge/">Die Heimkehr vom Gebirge</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Goldenen Blühens<br />
Dämmerlicht<br />
ist erloschen schon.</p>
<p>Ich gehe auf dem steilen Weg,<br />
abwärts,<br />
vorbei an schroffem Urgestein,<br />
am Wehen bärtig alter Farne,<br />
betropft von Tropfen matten Lichts,<br />
Moos, älter als das Menschenwort,<br />
grüner als sein schwacher Sinn.</p>
<p>O zu gehen, einsam, und nicht wissend,<br />
ob einer abgeirrt<br />
oder ihm bestimmt ein Ziel.</p>
<p>Vorbei an jähen Schluchten,<br />
wo geschmolzene Wasser<br />
in kristallinen Schalen,<br />
dem kalten Kuß des Mondes hingereckte,<br />
sich verschäumen.</p>
<p>Und immer steigen, sinken<br />
Stimmen,<br />
deren Sinn mir fremd,<br />
doch schmerzlich-süß,<br />
wie eines Traums,<br />
der seine Fenster hoher Landschaft weit geöffnet,<br />
und fernhin knirschen<br />
im weichen Schnee des Schlafs die Schritte<br />
saumselig-froher Schatten.</p>
<p>Mir ist, ich sollte eine Gabe,<br />
die Wahrheit meines Leids,<br />
von diesem knöchernen Gebirge<br />
hinab in Täler bringen,<br />
dem Wandrer gleich den Enzian,<br />
den er im harschen Firn gepflückt,<br />
daß Trost noch Augen mögen schauen,<br />
die vom Warten in der kargen Heimat<br />
und bleicher Sehnsucht<br />
beinah blind.</p>
<p>Reicht aber jener, was er fand,<br />
und ist am Rand des Abgrunds aufgeblüht<br />
das Schöne,<br />
Blüte, ausgesetzt und kühn sich abgetrotzt<br />
dem scharfen Strahl,<br />
sind meine Hände schrundig, leer,<br />
und grau das Herz<br />
vom Grauen,<br />
dem Schweigen jener grenzenlosen Räume.</p>
<p>Mir ist, als läg ich vor der Schwelle,<br />
es neigt die Mutter,<br />
neigt die Schwester<br />
das Ohr an meinen Mund,<br />
doch hab ich nichts als Lallen,<br />
das von den Worten übrigblieb,<br />
wie warme Milch,<br />
die von den Lippen eines Kindes,<br />
ungetrunkne Liebe,<br />
erdwärts rinnt.</p>
<p>Daß sie mich gnädig bergen,<br />
wenn noch Milde das Gedächtnis schönt,<br />
den allzu Müden<br />
gütig betten,<br />
wo eine Kerze flackert vor dem Bild,<br />
das schlichten Sinnes einst der Ahn gemalt:</p>
<p>Kreuz auf fernem Gipfel,<br />
wo sanft der Schnee<br />
erglüht<br />
im Untergang der Sonne.</p>
<p>&nbsp;</p>
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