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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Die Letzten Zeitgedichte komisch-groteske Gedichte</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Die Letzten</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Jun 2016 14:34:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte zur Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Die Letzten Zeitgedichte komisch-groteske Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Mus und Gries, Schleimsuppe, warmer Pudding, Schmand, in Heilkräutertee getunkte Brocken der Mildtätigkeit, zerquetschte Beeren, vegane Afterknödel, mit Andachtsspucke vergoren – sie munden dem zahnlosen Geist, Molluskenmagen, der den harten Kern der Wirklichkeit, den kalten Kiesel und die sperrigen Gräten des wilden Seins nicht lösen, nicht verdauen kann– es speit der ausgelachte Mund das Wahr-Gewölle [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/die-letzten/">Die Letzten</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Mus und Gries, Schleimsuppe, warmer Pudding,<br />
Schmand, in Heilkräutertee getunkte Brocken<br />
der Mildtätigkeit, zerquetschte Beeren,<br />
vegane Afterknödel, mit Andachtsspucke vergoren –<br />
sie munden dem zahnlosen Geist,<br />
Molluskenmagen, der den harten Kern<br />
der Wirklichkeit, den kalten Kiesel<br />
und die sperrigen Gräten des wilden Seins<br />
nicht lösen, nicht verdauen kann–<br />
es speit der ausgelachte Mund<br />
das Wahr-Gewölle wieder aus.</p>
<p>Sie werfen die Bernsteinspange,<br />
die Nadel des äußersten Halts<br />
in die Kloake des Allgefühls,<br />
sie lösen das Haar dem lauen Wind,<br />
er bläht ihr Narrengewand,<br />
die Poren starren in die blauen Schatten<br />
einer Ekstase von Jahrmarktszwergen,<br />
die übereinander stolpern, kugeln, rollen,<br />
bis an den schroffen Abhang,<br />
unter dem die Brandung ihnen<br />
auftut den brüllenden Schlund.</p>
<p>Es sind die Letzten, die sich ins fade Glück,<br />
ins allgemeine Wohl, in die auslöschende<br />
Versöhnung gemenschelt haben,<br />
sie haben nur eine Gemeindezunge,<br />
eine Zunge aus klebrigem Harz<br />
in einem klaffenden Muschelmund,<br />
sie reichen sie von Spruch zu Spruch,<br />
von Jawort zu Jawort, sie reichen einander<br />
den lallenden Phallus, der anschwillt<br />
am triefenden Lügengaumen.</p>
<p>Sie sehen das Kommende unter Schleiern<br />
getrübt, verschwommen, verwackelt,<br />
Schleiern von Tränen, die ihnen die Phrase<br />
verfetteten Herzens, der Vers auftreibt,<br />
der über den Hortensienbusch<br />
hinterm Lattenzaun des Wohlgefühls<br />
matte Lilafarben streicht,<br />
verwaschen wie die Küchenschürze,<br />
Tränen, die ein schwarzer Sturm<br />
ihnen jählings von den Wangen fegt.</p>
<p>Sturm, der kommt, der schon, ein Schakal<br />
in den Hinterhöfen, heult, sich aufrauht<br />
in den Schründen und Sprüngen<br />
untanzbarer Rhythmen, einatmet<br />
an den Sickergruben und Schächten<br />
grüner Schäume, ausatmet<br />
in den Flammen-Masken fremden Bluts,<br />
die aus den rosenmüden Rabatten züngeln,<br />
den weichen Mull der schönen Gesten<br />
zerreißt und die papierne Trikolore<br />
des bunten Selbstverzichts,<br />
der mondüberleckte Paravent vor dem Bett<br />
der Niemandslüste fällt, es schmilzt<br />
die Ikone ohnmächtigen Schmachtens,<br />
die Gardine brennt, die Aussicht wird frei<br />
in sternenkühle Nächte, menschenleere.</p>
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