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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Die Vogelscheuchen lyrische Gedichte komisch-groteske Gedichte</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Die Vogelscheuchen</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Oct 2018 22:14:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Die Vogelscheuchen lyrische Gedichte komisch-groteske Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Waren es Strudel schäumenden Wahns unter Flocken wirbelnder Seufzer, die uns zwischen Mohnblut-Ufern ins Fremdland rissen? * Wir stehen schon am Saum des Felds, wo Knospen fremder Samen gaukeln, magere Vogelscheuchen, Wind bläht den löchrigen Hungermantel. Nicht mal die scheue Elster schrickt zurück vor unsern glasigen Augen, grünen Scherben zersplitterten Fests, und unser schiefer Mund, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/die-vogelscheuchen/">Die Vogelscheuchen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Waren es Strudel schäumenden Wahns<br />
unter Flocken wirbelnder Seufzer,<br />
die uns zwischen Mohnblut-Ufern<br />
ins Fremdland rissen?</em></p>
<p><strong><sup>*</sup></strong></p>
<p>Wir stehen schon am Saum des Felds,<br />
wo Knospen fremder Samen gaukeln,<br />
magere Vogelscheuchen, Wind<br />
bläht den löchrigen Hungermantel.</p>
<p>Nicht mal die scheue Elster schrickt<br />
zurück vor unsern glasigen Augen,<br />
grünen Scherben zersplitterten Fests,<br />
und unser schiefer Mund, ein Fetzen</p>
<p>roten Samts, der einmal weiße Wangen<br />
wärmte, weiß sich keinen Reim<br />
aufs höhnisch schwarze Krähenlachen.<br />
Im Gestrüpp des Haars aus Stroh</p>
<p>und Mulch sitzt gern ein Sperlingspaar<br />
und piept und pickt sich ungeniert.<br />
Glänzt der krumme, rostige Haken<br />
uns im Gesicht vom scharfen Frost,</p>
<p>ist leer das Schneefeld, kahl und leer.<br />
Ein Hündchen kommt, o Lebenswärme,<br />
letzte Fühlung morschen Seins,<br />
warm rieselt sein Urin ans Bein.</p>
<p>Schwarzer Abschiedstau, das Auge<br />
eines Rehs, das schnaubt und scharrt.<br />
Der angetrunkne Mond grinst über<br />
unsre Schattenfratzen, torkelt heim.</p>
<p>&nbsp;</p>
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