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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Die Wandlungen des Waldgotts philosophische Gedichte komische Gedichte</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Die Wandlungen des Waldgotts</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Jun 2026 22:00:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Die Wandlungen des Waldgotts philosophische Gedichte komische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Die Hörner, die einst Pan, den Gott, geziert, sie fielen plötzlich ab, wie mürbe Dornen vom Rosenstrauch, den Feuchte nicht mehr nährt. Die Hufe, die geknickt so mancher Blume den sehnsuchtsvoll ins Licht gereckten Arm, sind hingeschmolzen wie ein Rest von Schnee, wenn Sommers Lippen Gassenhauer pfeifen: Umschmeichelt hat die Fersen ihm das Gras. Ihm [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/die-wandlungen-des-waldgotts/">Die Wandlungen des Waldgotts</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Hörner, die einst Pan, den Gott, geziert,<br />
sie fielen plötzlich ab, wie mürbe Dornen<br />
vom Rosenstrauch, den Feuchte nicht mehr nährt.<br />
Die Hufe, die geknickt so mancher Blume<br />
den sehnsuchtsvoll ins Licht gereckten Arm,<br />
sind hingeschmolzen wie ein Rest von Schnee,<br />
wenn Sommers Lippen Gassenhauer pfeifen:<br />
Umschmeichelt hat die Fersen ihm das Gras.<br />
Ihm tauchte leuchtend auf aus stillem Teich,<br />
wo einst nach Nixen er gespäht, geschwänzten,<br />
sein lächelndes Gesicht, voll Ebenmaß<br />
die Züge, an der Schläfe keck die Locke,<br />
die roten Schimmer auf die Stirne warf.<br />
Weg war, der wild gewippt, der Ziegenbart.<br />
„Nun“, sprach snobistisch näselnden Akzents<br />
der Ex-Gott ohne Huf und Tiergehörn,<br />
wo ihm sonst Fühlung mit der Erde ward,<br />
von ihren heißen Adern süßes Glucksen<br />
und das er gern gewühlt ins Dämmerlaub,<br />
„nun ist es aus mit dem Nomadenleben,<br />
ich will mich in den Chiton hüllen, des Mantels<br />
Faltenflut mit goldenen Fibeln stauen,<br />
Sandalen, die nicht quietschen, tragen.<br />
Die Flöte tausch ich, um gelehrt zu tun,<br />
ein gegen die mit Wachs getünchte Tafel.<br />
Wer mag denn noch das Tongekringel sehen,<br />
das ihr entströmt aufs Lämmerfell, ins Moos.<br />
Nun will Student ich werden in der Stadt,<br />
mit Phaidros still im Schatten der Platane<br />
dem sanften Murmeln des Illisos lauschen<br />
und jenes weisen Mannes Honigmund,<br />
aus dem die goldenen Worte süßer triefen<br />
als aus den Waben meiner Waldesbienen.<br />
Wie wir den Tiergeist glücklich überwinden,<br />
dies künden sie, wenn Eros, ungestillt<br />
im Fleisch, steigt hoch und höher, stufenweise,<br />
bis er in reinen Äthers Blau entschwebt.“</p>
<p>*</p>
<p>O armer Pan, wie hast du Sokrates<br />
das Wort vom Mund gepflückt, die Blume,<br />
die nur im Paradies des Idealen<br />
blüht, das allein die schmale Pforte öffnet<br />
dem Pilger, der vom Schuh müd abgestreift<br />
die stummen Krumen dieser harten Erde.<br />
Wie bist du aufgeschreckt jäh in der Nacht<br />
und fühltest an der Stirn ein zartes Jucken<br />
von Beulen links und rechts, als würden dir<br />
aufs neu die tierischen, die Hörner sprießen.<br />
O wie verlangte es dich nach der Flöte,<br />
um dunklem Weh zu winden hellen Klang.</p>
<p>&nbsp;</p>
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