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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Die Wehen philosophische Gedichte lyrische Gedichte</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Die Wehen</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Jun 2025 22:00:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Die Wehen philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Menschenkopf, als erste muß ins Licht ihn pressen die Gebärerin, Mutter wird sie nur durch Wehen, und beseligt darf sie weinen, wenn sich ihm der Schrei entringt. Gedenk der alten Völker, die inspiriert noch hat Instinkt, da sie in Höhlen Opfer brachten, war das Kultbild auch verhüllt: „Eileithyia hat geholfen.“ Was ist der Mensch? Der [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/die-wehen/">Die Wehen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Menschenkopf,<br />
als erste muß ins Licht ihn pressen<br />
die Gebärerin,<br />
Mutter wird sie nur durch Wehen,<br />
und beseligt darf sie weinen,<br />
wenn sich ihm der Schrei entringt.</p>
<p>Gedenk der alten Völker,<br />
die inspiriert noch hat Instinkt,<br />
da sie in Höhlen Opfer brachten,<br />
war das Kultbild auch verhüllt:<br />
„Eileithyia hat geholfen.“</p>
<p>Was ist der Mensch?<br />
Der zu früh zur Welt Gekommene,<br />
nackt und waffenlos und stumm,<br />
auf daß er unterm transparenten Schleier<br />
mütterlicher Blicke,<br />
anders als das rasch ermannte Tier,<br />
langsam reife<br />
in Griffen, Schritten, Gesten, Worten.</p>
<p>Immer haftet er am Schoß,<br />
dem bereitet er die Wehen,<br />
das düstre Pfand,<br />
mit dem er auf den Weltumgängen,<br />
fern der heimatlichen Erde,<br />
stets noch wuchert.</p>
<p>Auch du mußt, Dichter, sie erleiden,<br />
wenn mit dem Kopf zuerst,<br />
zu groß für deinen Muttermund,<br />
ins Offene du es preßt,<br />
was in dir wuchs,<br />
vom Dämon oder Gott gezeugt,<br />
das vollkommen-unvollkommene<br />
Gedicht.</p>
<p>Wo aber reift es nach?<br />
Unter deines Lesers<br />
liebevoll-bedachter Obhut.</p>
<p>Dem aber Niedertracht, nicht Not<br />
mit taubem Messer<br />
zum Sprung ins Leben half,<br />
folgt der gekränkten Göttin<br />
Schatten.</p>
<p>&nbsp;</p>
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