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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Durchs Gehölz verdorrter Worte philosophische Gedichte poetologische Gedichte lyrische Gedichte</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Durchs Gehölz verdorrter Worte</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Aug 2026 22:33:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Poetologische Gedichte]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Durchs Gehölz verdorrter Worte, schief gewachsen unterm scharfen Strahl Apolls, Krüppelstümpfe, sacht umwickelt da und dort von Selenes stillen Moosen, geht hin dein schmerzender, dein ausgetanzter Fuß. Verglühter Oden trockenes Laub weht herab nur dürres Rascheln. Vom Aronstab, der wie aus Psalmenzwielicht starrt, tropft ein blasser Reim. Wohin denn, Dichter, führt Schwermut dich zu später [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/durchs-gehoelz-verdorrter-worte/">Durchs Gehölz verdorrter Worte</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Durchs Gehölz verdorrter Worte,<br />
schief gewachsen<br />
unterm scharfen Strahl Apolls,<br />
Krüppelstümpfe,<br />
sacht umwickelt da und dort<br />
von Selenes stillen Moosen,<br />
geht hin dein schmerzender,<br />
dein ausgetanzter Fuß.</p>
<p>Verglühter Oden<br />
trockenes Laub<br />
weht herab nur dürres Rascheln.</p>
<p>Vom Aronstab,<br />
der wie aus Psalmenzwielicht starrt,<br />
tropft ein blasser Reim.</p>
<p>Wohin denn, Dichter,<br />
führt Schwermut dich<br />
zu später Stunde?</p>
<p>Spricht dir geisterhaftes Schimmern<br />
zwischen Dorngestrüpp und Eichenstrunk<br />
von einer Lichtung noch,<br />
betaut vom dunklen Glanz<br />
der Elegie?</p>
<p>Da ist bloß ein Geweb von Spinnen,<br />
wo unterm schwärzlichen Grind<br />
der Todgeweihten<br />
im kalten Mondlicht<br />
lacrimae rerum glimmen.</p>
<p>So leg dich hin,<br />
wo Melde kriecht<br />
und Löwenzahn um Disteln bleckt.</p>
<p>Kaum eingeschlafen<br />
fühlst du Tau<br />
von den Lidern<br />
nie geküßter Himmelsrose<br />
auf die Stirn dir rinnen.</p>
<p>Breitet Nacht ein Vlies<br />
für unerfüllter Liebe<br />
hoffnungslose Klage?</p>
<p>Ist es noch Dämmerung,<br />
ist es schon Traum,<br />
als würden ferner Heimat,<br />
bitterer Legende Brunnen<br />
überfließen?</p>
<p>Es ist das Gurren einer wilden Taube,<br />
die bangen Schwunges flattert,<br />
wenn herniederweht<br />
der Eule Schatten.</p>
<p>Kein Adoneus,<br />
kein Iambus<br />
kann den Riß ermessen<br />
durch süßer Minne Lied,<br />
der Waldmaus jähes Todesschrillen.</p>
<p>Es ist vorbei.</p>
<p>Dich reißt das Heulen der Motoren,<br />
der Moloch mit dem Schlund aus Stahl<br />
und gläsern-tränenlosen Augen<br />
aus der Mulde<br />
vergilisch-grünen Dämmers.</p>
<p>Stopf den abgerupften Vers,<br />
Holunders schwarze Glykoneen<br />
in den Rucksack<br />
eines biederen Studienrats<br />
auf Bildungsreisen.</p>
<p>Schlepp dich durch Attrappen<br />
totgereimten Walds<br />
ins städtische Büro.</p>
<p>Die nichts nährt<br />
als deinen Überdruß,<br />
der Phrasen harte Kruste<br />
würg hinunter.</p>
<p>&nbsp;</p>
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