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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Eifelpfade XX Bassenheimer Reiter Gedichte über die Eifel</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Eifelpfade XX</title>
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		<pubDate>Sat, 08 Jul 2017 18:44:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Koblenz, Koblenz-Metternich, die Eifel und den Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Eifelpfade XX Bassenheimer Reiter Gedichte über die Eifel]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Bassenheimer Reiter Sein edles Haupt ragt in die schönen Knospen, Geradsinn hat die Stirn geeicht. Der Wind spielt sanft mit seinen jungen Locken, ein Seufzer hat den Mund erweicht. Den Bettler mit den Fetzen um die Lenden, den schlaffen, hat ihn Gott entstellt, daß stumpfer Gnomenstirn und dunklen Händen das Licht der Milde sich gesellt? [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/eifelpfade-xxi/">Eifelpfade XX</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Bassenheimer Reiter<br />
</em><br />
Sein edles Haupt ragt in die schönen Knospen,<br />
Geradsinn hat die Stirn geeicht.<br />
Der Wind spielt sanft mit seinen jungen Locken,<br />
ein Seufzer hat den Mund erweicht.</p>
<p>Den Bettler mit den Fetzen um die Lenden,<br />
den schlaffen, hat ihn Gott entstellt,<br />
daß stumpfer Gnomenstirn und dunklen Händen<br />
das Licht der Milde sich gesellt?</p>
<p>Das Schwert, das schenkt, trennt ewig beide Welten,<br />
des Siechtums Dunst, der Freude Wohlgeruch,<br />
wenn dieser jauchzt zu bunten Festes Zelten,<br />
schluchzt jener stumm in ihres Duftes Tuch.</p>
<p>Noch dringt an unser Ohr Hufschlag und Schnauben<br />
der tänzelnd-edlen Kreatur.<br />
Kein Schwert kann schenken ihr, kein Gott ihr rauben<br />
des Blutes Schäumen in die offne Flur.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Anmerkung:<br />
</em>Der Bassenheimer Reiter in der Pfarrkirche zu Bassenheim bei Koblenz gilt als großes Werk des Naumburger Meisters, von dem unter anderem die Plastiken der Stifter des Naumburger Domes stammen. Es entstand im 13. Jahrhundert für die Ausstattung des Mainzer Doms und wurde im 17. Jahrhundert von dem Domherren Casimir Waldbott zu Bassenheim an seinen heutigen Standort überführt. Sein gotisch-staufischer Kunststil verleiht den Figuren individuell-frische Lebenszüge bei hoher Verdichtung und Bändigung des künstlerischen Ausdrucks. In unserer Sicht ist das Motiv des Bassenheimer Reiters nicht in erster Linie die christliche Caritas der traditionellen Martinsdarstellungen, sondern die ästhetische Verklärung der ritterlichen Tugenden der höfischen <em>milte </em>und des <em>hohen muotes</em>, wie wir sie auch aus den lyrischen und epischen Dichtungen Walters von der Vogelweide und Wolframs von Eschenbach kennen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Siehe:<br />
</em><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bassenheimer_Reiter#/media/File:Bassenheimer_Reiter_(2009-10-19_Sp).JPG">https://de.wikipedia.org/wiki/Bassenheimer_Reiter#/media/File:Bassenheimer_Reiter_(2009-10-19_Sp).JPG</a></p>
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