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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Einst und jetzt lyrische Gedichte über Koblenz</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Einst und jetzt</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Dec 2019 14:32:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Koblenz, Koblenz-Metternich, die Eifel und den Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Einst und jetzt lyrische Gedichte über Koblenz]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Den Fussel oder warʼs ein Flaum, vom Hühnerhof hereingeweht, hat von der Schulter dir die Mutter (der erste gute Anzug, Kind) mit der vom Wringen roten Hand flugs weggewischt. Wie lange ist das her, jetzt ist der Flaum verbrannt, der Anzug ward zu Lappen, die Hand, die immer Staub und gerne Stäubchen wischte, selber Staub. [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/einst-und-jetzt/">Einst und jetzt</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Den Fussel oder warʼs ein Flaum,<br />
vom Hühnerhof hereingeweht,<br />
hat von der Schulter dir die Mutter<br />
(der erste gute Anzug, Kind)<br />
mit der vom Wringen roten Hand<br />
flugs weggewischt.</p>
<p>Wie lange ist das her,<br />
jetzt ist der Flaum verbrannt,<br />
der Anzug ward zu Lappen,<br />
die Hand, die immer Staub<br />
und gerne Stäubchen wischte,<br />
selber Staub.</p>
<p>*</p>
<p>Und mit den Kameraden (alle<br />
in ihren neuen blauen Anzügen,<br />
die weißen Rüschenmädchen<br />
knieten fern in anderen Bänken)<br />
mit allen einzustimmen:</p>
<p><em>Du geheimnisvolle Rose<br />
</em><em>Du Pforte des Himmels<br />
Du Morgenstern<br />
Du Trösterin der Betrübten</em><em><br />
</em><br />
Wie ist der Klang verhallt,<br />
jetzt tropft durch die Stille<br />
der Nacht aus der Küche<br />
monoton der Wasserhahn<br />
in das öde unterirdische<br />
Museum der Erinnerung,<br />
wo dumpf gurrend eine Taube<br />
auf dem einäugigen Kopf<br />
der Madonna sitzt.</p>
<p>*</p>
<p>Aus aufgeplatzten Scheiten<br />
Zischen, Sprühen, Singen,<br />
wenn rings die Nacht<br />
die funkelnde Spindel drehte<br />
und dunklen Augen<br />
der helle Tau des Traums<br />
im Schein der Flammen glänzte.</p>
<p><em>Vom Wasser haben wir&#8217;s gelernt,<br />
vom Wasser.<br />
O Wandern, Wandern meine Lust,<br />
o Wandern!<br />
</em><br />
Das Wasser ist verrauscht,<br />
die Wege sind geteert,<br />
ergraut das Herz<br />
im kalten Rauch der Nacht.</p>
<p>&nbsp;</p>
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