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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Epigramme auf finsteren Steinen Zeitgedichte philosophische Gedichte</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Epigramme auf finsteren Steinen</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Jun 2024 22:04:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte zur Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Epigramme auf finsteren Steinen Zeitgedichte philosophische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Pochend aufs Recht geht er durch, der Mensch, und einzig durch Pflichten hält man ihm noch im Zaum seinen wild schnaubenden Trieb. * Unheil schwelt aus Schwärmerei, Gewürm der Dämonen, das ihnen Tag und Nacht schmatzend die Hirne zernagt. * Lallt ihre Phrasen er nach, heften dem Dichter Juroren Orden an seine Brust, Grab der [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/epigramme-auf-finsteren-steinen/">Epigramme auf finsteren Steinen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Pochend aufs Recht geht er durch, der Mensch, und einzig durch Pflichten<br />
hält man ihm noch im Zaum seinen wild schnaubenden Trieb.</p>
<p>*</p>
<p>Unheil schwelt aus Schwärmerei, Gewürm der Dämonen,<br />
das ihnen Tag und Nacht schmatzend die Hirne zernagt.</p>
<p>*</p>
<p>Lallt ihre Phrasen er nach, heften dem Dichter Juroren<br />
Orden an seine Brust, Grab der erloschenen Glut.</p>
<p>*</p>
<p>Knospe und Flamme, sie waren die Zeichen erhabener Dichtung,<br />
Überdruß löschte die Glut, Gähnen zerpflückte den Kelch.</p>
<p>*</p>
<p>Einstmals schritten wir hin auf dem Teppich des Worts, dem geblümten,<br />
wie uns die Schwermut gedämpft Duft eines himmlischen Sinns.</p>
<p>*</p>
<p>Besser der bittere Trank aus dem Steinkrug der Wahrheit<br />
als jener süßliche Schleim, der aus den Lautsprechern trieft.</p>
<p>*</p>
<p>Einst war die Dichtung ein Hort für die Sprossen der Liebe,<br />
nun eine Wildnis, in der niemand die Namen mehr kennt.</p>
<p>*</p>
<p>Wo wir einst gingen, im Abendlichte weich rankender Zeichen,<br />
ist gerodet der Hain, stumm glänzt der graue Asphalt.</p>
<p>*</p>
<p>Spuren im Schnee gleich nächtlichen Chiffren, undeutbar dem Tage,<br />
was du geschrieben, sieh, wie es jäh schmilzt unterm Strahl.</p>
<p>*</p>
<p>Irrsinn trieft aus Mündern, die von der Gnade verlassen,<br />
doch es dünket sie gut, was ihre Lippen zerfrißt.</p>
<p>*</p>
<p>Fast zerbissen von Zähnen des Lärms, erflehen wir Stille,<br />
doch einem Grabstein gleich lastet sie dann auf der Brust.</p>
<p>*</p>
<p>Bilder schreienden Lichts, sie sind wie blutige Stacheln,<br />
die nur der Tod aus dem Fleisch endlich uns endlich uns zieht.</p>
<p>*</p>
<p>Wem den Geist hat verbrannt der Strahl der wachsenden Wüste,<br />
sehnt sich zum Schattenhain, kühlender Quelle des Lieds.</p>
<p>&nbsp;</p>
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