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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Frauenleben Zeitgedichte lyrische Gedichte</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Frauenleben</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Aug 2022 22:03:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte zur Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenleben Zeitgedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Als sängen feinste Adern in der Haut, als schluchzten ihr im Schoße Venen. Im ersten Blick hat sich die Glut gestaut, den zweiten schon verdunkelt Sehnen. Ein Kuß bog Rosen über ihr Gesicht und Lächeln hat es übergossen. Ihr erster Blick hielt einen Kelch ins Licht, dem zweiten war Nachttau entflossen. Sie hat gleich Wicken [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/frauenleben/">Frauenleben</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Als sängen feinste Adern in der Haut,<br />
als schluchzten ihr im Schoße Venen.<br />
Im ersten Blick hat sich die Glut gestaut,<br />
den zweiten schon verdunkelt Sehnen.</p>
<p>Ein Kuß bog Rosen über ihr Gesicht<br />
und Lächeln hat es übergossen.<br />
Ihr erster Blick hielt einen Kelch ins Licht,<br />
dem zweiten war Nachttau entflossen.</p>
<p>Sie hat gleich Wicken seinen Arm umrankt,<br />
um zwischen Tag und Nacht zu schweben,<br />
doch Liebe war, was über Wassern schwankt,<br />
ein Boot, dem Mast und Planken beben.</p>
<p>Sie sah, wie aus dem Mund der Blume kroch<br />
der Falter mit geflammten Streifen,<br />
sie sah aus einem blauen Wolkenloch<br />
den krummen Schnabel nach ihm greifen.</p>
<p>Im Schilf, als er von fernen Inseln sprach,<br />
hat sie den goldenen Ring verloren.<br />
Und als er ging, ließ schon mit Klopfen nach<br />
das Kind, das sie ihm nicht geboren.</p>
<p>Sie warf den Schmuck von sich wie schnöden Tand,<br />
schnitt sich das Haar, um klar zu sehen,<br />
sie ließ der Treueschwüre loses Band<br />
im schwarzen Wind des Abschieds wehen.</p>
<p>Doch alt zu werden, einsam, ohne Kind,<br />
gefesselt nur an eigne Sorgen,<br />
war Schorf auf einer Wunde, tauber Grind,<br />
und Träumen hieß von Fremden borgen.</p>
<p>Allein ging sie mit ihrem kleinen Hund<br />
am See entlang, das Herz zu kühlen.<br />
Der blasse Mond ließ sie, vollkommen rund,<br />
die Trümmer ihres Lebens fühlen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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