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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Gegenstrebige Harmonie philosophische Gedichte lyrische Gedichte</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Gegenstrebige Harmonie</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Feb 2022 23:13:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
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		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>ὁδὸς ἄνω κάτω μία καὶ ὡυτή παλίντροπος ἁρμονίη ὅκωσπερ τόξου καὶ λύρης Heraklit (B 61, B 51) &#160; Hinauf gehst du, du gehst hinab, und immer geht dein Schatten mit, die Rose hat dir kaum gelacht, schon löst sich ab das Blütenblatt. Du bist gemischt aus Licht und Wahn, im Dunkel blüht die Knospe Traum, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/gegenstrebige-harmonie/">Gegenstrebige Harmonie</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>ὁδὸς ἄνω κάτω μία καὶ ὡυτή<br />
παλίντροπος ἁρμονίη ὅκωσπερ τόξου καὶ λύρης<br />
Heraklit (B 61, B 51)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Hinauf gehst du, du gehst hinab,<br />
und immer geht dein Schatten mit,<br />
die Rose hat dir kaum gelacht,<br />
schon löst sich ab das Blütenblatt.<br />
Du bist gemischt aus Licht und Wahn,<br />
im Dunkel blüht die Knospe Traum,<br />
im Laub des Traums fliehst du den Strahl.</p>
<p>*</p>
<p>Die Liebe auch, die sanfte Katze,<br />
die schnurrend um das Bein dir streift<br />
mit ihrer Blicke süßen Funken,<br />
entflieht dir in die Sommernacht<br />
zur wilden Jagd, das Ungeheuer,<br />
und wachst du auf, liegt vor dem Bett<br />
ein Mäuschen, das noch zuckt, die Gabe<br />
scharfer Krallen, weicher Tatzen.</p>
<p>*</p>
<p>Das Negativ kann man entwickeln,<br />
und wunders lächelt ein Gesicht,<br />
so auch Erinnerung, den matten<br />
Kiesel, tauchst in den Tau du ihn<br />
des Auges, und zarte Maserungen<br />
leuchten auf, verblaßtes Glück.</p>
<p>*</p>
<p>Fast ohne Spannung ist die Fläche<br />
des leeren Blattes, wie der Schnee,<br />
der weich ins Grau des Himmels schäumt,<br />
tropft aber Tusche schwarze Glut,<br />
zertrennt ein Herzschlag Schlaf und Tat,<br />
sein Lid schlägt auf der Horizont.</p>
<p>*</p>
<p>Auf dunklen Wassers Schweigen schwimmt<br />
das Wort, die Knospe bleichen Schwankens,<br />
die unterm Mond sich aufgetan,<br />
Duft verströmend, namenlosen,<br />
und glitzert es von Morgenhauch,<br />
hat schon die Woge alle Blüten<br />
hinweggeschwemmt wie Schwanenflaum.</p>
<p>*</p>
<p>Es purzeln um die Majestät,<br />
würdevoll im Hermelin,<br />
weich umbauscht von Zofenschleiern,<br />
Hündchen, Äffchen, freche Zwerge,<br />
die ihr in die Waden kneifen,<br />
Unsinn in die Ohren keckern,<br />
quirlig auf die Schultern steigen<br />
und mit einer wächsernen Maske<br />
ihr des Lächelns Glanz verdunkeln,<br />
und die Gnomen und die Schönen<br />
tanzen einen Totentanz.</p>
<p>*</p>
<p>In der Finsternis des Gartens,<br />
wo in schwüler Geisternacht<br />
Oliven an den Zweigen schwitzen,<br />
Honig tropft vom Aronstab,<br />
baumelt schwer von dunkler Schuld<br />
an dem zweiten Baume Edens,<br />
wie der Sünde Hand verdorrt,<br />
der Verräter ewiglich,<br />
während auf der Schädelstätte<br />
segnend strömt das Schöpferwort<br />
Leben aus den Purpurwunden –<br />
wo sie in die Erde tropften<br />
ihre süße Liebesqual,<br />
flammen Rosen, dämmern Veilchen.<br />
Christus küßt Dionysos.</p>
<p>*</p>
<p>Sinn ist uns der lichte Pfad,<br />
den wir durch das Dunkel schlagen,<br />
trunken aber unterm Mond<br />
überwuchert uns der Traum.<br />
Und wenn wir die Beete jäten,<br />
sorgsam winden auf die Rebe,<br />
kriecht der Ampfer auf dem Fuß,<br />
fällt im Rücken schwarzer Tau.</p>
<p>*</p>
<p>Ist Gott Liebe, so auch Zorn,<br />
weiche Form, die wild zerlief,<br />
wird die Töpferhand zerschlagen,<br />
und die hohe, die geriet,<br />
wird er in der Hölle brennen,<br />
gnädig aus den Flammen bergen,<br />
die sein Antlitz milde spiegelt.</p>
<p>*</p>
<p>Wie die Lust ersterbend schluchzt,<br />
hohle Scheite sprühend sinken,<br />
süßer quillt Violenduft,<br />
nächtlich schwirren lichte Mücken,<br />
hören wir das Dunkel weinen,<br />
singt im Traum die Nachtigall.</p>
<p>&nbsp;</p>
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