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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Glossen an der Grenze des Sinns philosophische Gedichte</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Glossen an der Grenze des Sinns</title>
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		<pubDate>Sun, 24 Jan 2016 18:13:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Glossen an der Grenze des Sinns philosophische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Liebe wird nicht greifbar als Schatten auf dem Spiegel, Liebe wird nicht erkennbar im Schatten auf dem Spiegel. Liebe spiegelt ihr Bild nicht wider. Das Unterpfand der Liebe ist der Name, den der Liebende nicht vergißt. Liebe ist die Treue zum Namen. Der Name ist das Unterpfand der Identität der Person jenseits der Zeit. Der [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/glossen-der-grenze-des-sinns/">Glossen an der Grenze des Sinns</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe wird nicht greifbar<br />
als Schatten auf dem Spiegel,<br />
Liebe wird nicht erkennbar<br />
im Schatten auf dem Spiegel.</p>
<p>Liebe spiegelt ihr Bild nicht wider.</p>
<p>Das Unterpfand der Liebe ist der Name,<br />
den der Liebende nicht vergißt.</p>
<p>Liebe ist die Treue zum Namen.</p>
<p>Der Name ist das Unterpfand<br />
der Identität der Person<br />
jenseits der Zeit.</p>
<p>Der Name erlischt nicht<br />
mit seinem Träger.</p>
<p>Wenn die Erinnerungen verblassen,<br />
bleibt das Licht des Namens.</p>
<p>Frömmigkeit ist die Treue<br />
zum Gottesnamen.</p>
<p>Bevor Gott sprach, existierten die Dinge nicht –<br />
auch nicht als Schatten im Spiegel seines Geistes.</p>
<p>Wenn Gott alles in allem ist,<br />
ist außer Gott nichts,<br />
kein Ding und kein Schatten des Dings.</p>
<p>Wenn Gott alles in allem ist,<br />
sind wir in Gott,<br />
sofern er uns denkt,<br />
sofern er uns spricht.</p>
<p>Weil Gott es besagt und befiehlt,<br />
ist das Heilige heilig<br />
und das Gute gut.</p>
<p>Nicht weil etwas heilig wäre,<br />
nicht weil etwas gut wäre,<br />
sagt Gott es zu und befiehlt es.</p>
<p>Der Liebende liebt nicht die Schönheit der Geliebten<br />
oder die Geliebte, weil sie schön ist.<br />
Schön ist die Geliebte,<br />
weil sie der Liebende liebt.</p>
<p>Der Sinn des Begehrens<br />
ist nicht das Fleisch,<br />
das es genießt.</p>
<p>Der Sinn des Wunsches<br />
ist nicht das Ding,<br />
das er verzehrt.</p>
<p>Die Bedeutung des Worts<br />
gleicht nicht den Wellen,<br />
die sich um den Stein bilden,<br />
den du ins Wasser geworfen.</p>
<p>Die Ordnung des Wunsches,<br />
die Ordnung des Worts<br />
ist nicht ein Feld von Kräften.</p>
<p>Die Ordnung des Wunsches,<br />
die Ordnung des Worts<br />
ist die Logik des Sinns.</p>
<p>Der Sinn des Worts<br />
ist Antwort,<br />
das Gegenwort.</p>
<p>Der Sinn der Schöpfung<br />
ist das gezeitigte Wort,<br />
der Leib des Worts.</p>
<p>Wort, das leidet und stirbt,<br />
Wort, das aufersteht.</p>
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