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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Götzenhain</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Götzenhain</title>
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		<pubDate>Tue, 14 May 2013 16:28:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Wieder so ein fader Abend mit Fernsehen und am Daumen-der-Erinnerung-Lutschen. Machʼs aus, hau weg. – Mitternacht. Der Spanner Mond geht um. Hoch blitzt die ISS. Frühstücken die da oben oder singt einer ein Wiegenlied? Schal um, Kappe auf, Cash dabei. Die einzige Kneipe, die jetzt noch … na klar. „Mosche!“ „Guude!“ „Bierchen!“ „Großes Pils!“ Und [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/gotzenhain/">Götzenhain</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wieder so ein fader Abend mit Fernsehen<br />
und am Daumen-der-Erinnerung-Lutschen.<br />
Machʼs aus, hau weg. – Mitternacht.<br />
Der Spanner Mond geht um. Hoch blitzt die ISS.<br />
Frühstücken die da oben oder singt einer ein Wiegenlied?</p>
<p>Schal um, Kappe auf, Cash dabei.<br />
Die einzige Kneipe, die jetzt noch … na klar.<br />
„Mosche!“ „Guude!“ „Bierchen!“ „Großes Pils!“<br />
Und dann der dicken Matrone Zeit lange Zöpfe drehen.<br />
hr1 schallt über die Theke. Der Wirt hat ein blaues Auge.<br />
Den lieben auch nicht alle.<br />
„Zum Schluss wie immer noch ein Buddy, aber schön kalt!“<br />
Jetzt kommst du in Gönnerlaune.<br />
Erzähl halt wieder mal das seltsame Histörchen, die makabre Story:</p>
<p>„Ich ging wie jetzt beschwipst, nicht voll, am Flüsschen lang.<br />
In der Biegung, ihr wisst, am Felsüberhang, plötzlich<br />
hör ich da ein tiefes Seufzen, ein hohes Stöhnen …<br />
ich dachte schon, verdammt … da bröckeln Steine<br />
und die Felswand bricht entzwei.</p>
<p>Ich duck mich hinter ein Gebüsch und durchs Gezweig<br />
erspähe ich ʼnen irren Film: Es schlagen Flammen<br />
aus dem Höhlenloch, erst golden-rot, dann blau, meerblau.<br />
Dann wird die Szene galvanisch weiß,<br />
und auf der Leinwand zeichnet sich der scharfe Schatten<br />
eines langen Kerls mit Schlapphut ab.<br />
Ihm weht der Mantel wie ʼnem Zigeuner.<br />
Das eine Auge funkelt gelb, das andere glänzt matt<br />
wie Eierschale, wie eingelegt in Aspik.<br />
In der rechten Hand hält er den ungeheuren Speer.<br />
Mit dem beginnt er wild zu fuchteln.</p>
<p>Dann taucht er auf, ein schwarzer Riesenhund,<br />
sperrtʼs rote Maul auf – ich glaub, ich rieche den Gestank.<br />
Da zucktʼs ihm aus dem Schlund wie Flammenzunge,<br />
die lodert auf, kringelt sich und rollt sich peitschend aus.<br />
In welche Richtung? Na, in meine!<br />
Da reiß ich mich vom Fleck, pack die Beine untern Arm.“</p>
<p>„Mensch Alter, die Story ist uralt und hat so ʼnen langen Bart!<br />
Lass dir endlich mal was Neues einfallen!“</p>
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