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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Ithyphallisch</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Ithyphallisch verzückt</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Jun 2014 17:34:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Ithyphallisch]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Nach einem antiken Vasenbild „Wer hat, Süßer, den haarigen Fuß uns hinterwärts auf den Wagen gestellt und sein Hodensack hüpft ihm auf und nieder?“ „Weh mir, beim Hund, ist das nicht Koprophagus, der seinem Nasenkolben nur lebt und dem, was aus Ritzen und Falten, unausgespült seit der Urmutter Niederkunft, aromatisch emporsteigt?“ „Treibe, Xanthos, mein Guter, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/ithyphallisch-verzueckt/">Ithyphallisch verzückt</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><i>Nach einem antiken Vasenbild<br />
</i><br />
„Wer hat, Süßer, den haarigen Fuß uns hinterwärts<br />
auf den Wagen gestellt und sein Hodensack hüpft ihm<br />
auf und nieder?“</p>
<p>„Weh mir, beim Hund, ist das nicht Koprophagus,<br />
der seinem Nasenkolben nur lebt und dem,<br />
was aus Ritzen und Falten, unausgespült<br />
seit der Urmutter Niederkunft, aromatisch emporsteigt?“</p>
<p>„Treibe, Xanthos, mein Guter, die Esel mit dem Lederriemen<br />
nur fester, schau, wie sie schon die Augen verdrehen,<br />
ithyphallisch verzückt unter so viel Kränzen!<br />
So magst abschütteln du das Borstentier sogleich.“</p>
<p>„Oder soll ich vielmehr, meine Nachtigall, meine Philomele,<br />
dem Nasenfeger einen Nasenstüber verpassen,<br />
dass er fern vom Weihespiel der großen Kabiren<br />
den Staub der Gosse fresse?“</p>
<p>„Gewiss hat das Stinktier es unserem frisch lackierten Wagen<br />
angerochen, hatʼs meinem blütenweißen Chiton abgeschaut<br />
und der veilchenumkränzten Dauerwelle,<br />
und die uns voran mit Kastagnetten die Hüften schwingen<br />
und gnomenhaft verknäult die Flöten schrillen<br />
waren ihm Einladung genug, sich spitzbübisch<br />
mit uns in den mystischen Keller schleichen zu wollen!“</p>
<p>„Mein Vögelchen, der kommt mir nicht weit,<br />
dem weiß meine Peitsche den Weg zu weisen<br />
und zu künden, wer zur hohen Feier der großen Götter<br />
einzutreten würdig ist – Leute wie wir, ohne Hautgout,<br />
die mit Rosenöl, Persercreme und Stutenmilch<br />
das Äußerste abgewendet – nicht Leute wie er,<br />
die nicht würdelos, weil sie riechen,<br />
sondern riechen, weil sie würdelos sind.“</p>
<p>„O, mein blonder Held, nur zu und brat ihm eins über,<br />
dem verhassten Kotkügelchendreher, dem furzverrückten –<br />
aber igitt, mein Xanthos, das lacht ihm ja aus der schwarzen<br />
zahnlosen Höhle wie aus dem Unterweltsloch und dreht ekstatisch<br />
die Augen, so blutig er den Striemen auf der Haut spürt!“</p>
<p>„Ja, da nimm den zweiten Hieb – wie er schreit oder singt er?<br />
Wie er lacht oder heult er höllenhündisch? Jetzt<br />
beugt er sich entsetzlich nach hinten –<br />
was ist das, sein hochsteifes Glied ragt in den Äther<br />
des Zeus, jetzt sprüht es in weitestem Bogen<br />
Milch, weiß wie die weißen Rosen der Aphrodite!“</p>
<p>„Ach was, stoß ihn, stoß ihn herab! Endlich, er fällt,<br />
Staub soll er lecken –<br />
aber schau, sein ekler, klebriger Schleim,<br />
er hat mir den durchschimmernden Bausch des Ärmels befleckt!<br />
So fahr ich nicht zu den Kabiren, hörst du!<br />
Auf der Stelle machen wir kehrt und fahren nach Hause!“</p>
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