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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Jugend in Koblenz XVI Gedicht über Koblenz Zeitgedicht</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Jugend in Koblenz XVI</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Feb 2015 10:10:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Koblenz, Koblenz-Metternich, die Eifel und den Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte zur Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[Jugend in Koblenz XVI Gedicht über Koblenz Zeitgedicht]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Sie lassen sich von den Zweigen wiegen im Zaubergarten der Frau Venus, seltne Sittiche, exotische Kanaren mit ihren gelben, grünen, blauen Federn – sie necken und sie schnäbeln sich, sie plustern und sie kraulen sich. Manche fiepen, manche piepen, jene flöten, diese tröten. Einer, ein goldner, reckt den Purpurschnabel und schlägt das Zwitschervolk in Bann [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/jugend-koblenz-xvi/">Jugend in Koblenz XVI</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Sie lassen sich von den Zweigen wiegen<br />
im Zaubergarten der Frau Venus,<br />
seltne Sittiche, exotische Kanaren<br />
mit ihren gelben, grünen, blauen Federn –<br />
sie necken und sie schnäbeln sich,<br />
sie plustern und sie kraulen sich.</p>
<p>Manche fiepen, manche piepen,<br />
jene flöten, diese tröten.<br />
Einer, ein goldner, reckt den Purpurschnabel<br />
und schlägt das Zwitschervolk in Bann<br />
mit graziös entrückten, amourös geglückten<br />
Arien.</p>
<p>Dann kommt die Stunde,<br />
wenn sie unterm vollen Mond verstummen.<br />
Nur einer, ein kleiner gelber Zärtling,<br />
flattert noch bänglich,<br />
sonst wäre er vom Ast gefallen.<br />
Sie stecken die Schnäbel ins Gefieder<br />
oder drücken träumend Kopf an Köpfchen.</p>
<p>Was flüstert und rieselt denn mit einem Male silberhell?<br />
Rinnen Tropfen melodisch<br />
aus eines Brunnens Bartgeflecht?<br />
Fließen feenschöne Töne bukolisch<br />
über blütenfeuchte Lippen?</p>
<p>Venus schüttelt goldne Tropfen<br />
aus dem schweren Schopf und singt.</p>
<p>Ihre Lieblinge setzen sich auf den Finger,<br />
krallen sich in das Dickicht-Haar,<br />
schweben auf der Schimmer-Schulter.</p>
<p>Der Purpurschnabel umflattert –<br />
wie es zittert, das kleine Herz! –<br />
die lebenspralle Brust und schlürft<br />
mit Zungenküssen die milchigen Spritzer<br />
im Flug.</p>
<p>Dann kommt, was kommen muss<br />
nach jeder blauen Stunde,<br />
in jedem Paradies.<br />
Frau Venus gähnt, so herzzerreißend-animalisch,<br />
dass die bunte Schar vor Schreck ins Dunkle schwirrt.<br />
Da hocken sie und fiepen ängstlich-leise.</p>
<p>Die Herrin des Gartens rafft und bindet sich das Haar.<br />
Sie wendet sich – dreht sich noch einmal um.<br />
Da klatscht sie böse in die Hände:<br />
Es bricht ein flirrend Zischen panisch aus den Zweigen –<br />
die bunte Schar verirrt sich aus dem Garten.</p>
<p>Sie fanden nie zurück.</p>
<p>Der Garten war verwaist, verfiel.<br />
Wurde vermessen und erschlossen.<br />
Erst prunkte eine Villa um ein blaues Atrium.<br />
Auch die verfiel. Ein Händler-Schakal griff zu.<br />
Heute glotzt aus roten Augen ein Bordell dich an.</p>
<p>Frau Venus, ein altes Hutzelweib,<br />
dem gelber Sabber aus dem Mundwinkel trieft<br />
und das immerzu krächzt:<br />
„Piep, mein Vögelchen, piep, piep, piep!“ –<br />
Frau Venus putzt in einem Kopftuch dort das Klo.</p>
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