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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Komm gehen schweigend wir ins Abendrot Liebesgedichte lyrische Gedichte</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Komm, gehen schweigend wir ins Abendrot</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Jan 2020 17:33:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Komm, gehen schweigend wir ins Abendrot, der Amsel Schläge werden zagend matter und ins Gefieder hüllt der Schwan sein Haupt. Schon fühlen wir von Hand zu Hand die Pulse, die wie an Schilfe ferner Ufer schäumen, und unsern Blick beglänzt die Dunkelheit. Wie könnten Worte uns die Lippen feuchten, die stumme Duldsamkeit dem Kuß entwöhnt, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/komm-gehen-schweigend-wir-ins-abendrot/">Komm, gehen schweigend wir ins Abendrot</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Komm, gehen schweigend wir ins Abendrot,<br />
der Amsel Schläge werden zagend matter<br />
und ins Gefieder hüllt der Schwan sein Haupt.<br />
Schon fühlen wir von Hand zu Hand die Pulse,<br />
die wie an Schilfe ferner Ufer schäumen,<br />
und unsern Blick beglänzt die Dunkelheit.<br />
Wie könnten Worte uns die Lippen feuchten,<br />
die stumme Duldsamkeit dem Kuß entwöhnt,<br />
und alles noch Gesagte wirkt verblichen<br />
wie unter unsern Schritten toter Sand.<br />
Und leise bebend Veilchen, selbst im Staube<br />
des Wegesrandes Disteln sagen hell,<br />
was uns ein dunkler Schmerz wie eine Muschel<br />
verhüllt an zartem Schmelz. Doch rinnen weich<br />
wie lichtes Wasser die späten Abendstrahlen<br />
dir auf das Angesicht, wölbt sich mein Mund<br />
wie Meereswelle auf zu leisem Stöhnen.<br />
So setzen wir uns auf den grünen Fels,<br />
wo über uns der Wipfel Schatten summen,<br />
und lehnen Herz an Herz und werden blind<br />
vor Tränen, wenn Geisterhände Rosen streuen<br />
auf den Altar der hohen Mutter Nacht.</p>
<p>&nbsp;</p>
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