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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Laßt mich ich will schlafen Gedichte über Koblenz und Metternich lyrische Gedichte</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Laßt mich, ich will schlafen</title>
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		<pubDate>Fri, 28 Nov 2025 23:03:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Koblenz, Koblenz-Metternich, die Eifel und den Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Aus: Kindheit in Alt-Metternich Der Waschtrog brodelt, sie klatschen weiße Laken. Winseln aus dem Hinterhof. Laßt mich, ich will schlafen. Wie ich blöde lausche, halb erstickt im Blumenkissen, gurren Tauben auf dem Sims. Laßt mich, ich will schlafen. Silberlöffel klirren, Porzellane springen, abgeschnitten wird mein Ohr von ferner Säge Trance-Gesängen. Sonnendunst-Wollustchimären, gaumentaub Vokabeln büffeln, amo, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/lasst-mich-schlafen/">Laßt mich, ich will schlafen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Aus: Kindheit in Alt-Metternich<br />
</em><br />
Der Waschtrog brodelt,<br />
sie klatschen weiße Laken.<br />
Winseln aus dem Hinterhof.<br />
Laßt mich, ich will schlafen.</p>
<p>Wie ich blöde lausche,<br />
halb erstickt im Blumenkissen,<br />
gurren Tauben auf dem Sims.<br />
Laßt mich, ich will schlafen.</p>
<p>Silberlöffel klirren,<br />
Porzellane springen,<br />
abgeschnitten wird mein Ohr<br />
von ferner Säge Trance-Gesängen.</p>
<p>Sonnendunst-Wollustchimären,<br />
gaumentaub Vokabeln büffeln,<br />
amo, amas, amat.<br />
Und die trunkne Biene summt.</p>
<p>Angelus-Geläute wehen<br />
Weihrauch in das Schamgefühl,<br />
daß ich mich verschlucke,<br />
als wär’s der faule Krotzen Seele.</p>
<p>Abends unterm heißen Dach,<br />
das sie nach dem Feindbeschuß<br />
einst mit Planen deckten,<br />
öffne ich die Sternwartluke.</p>
<p>Fremde Seele, kommst du, Mond,<br />
um mich heimzusuchen,<br />
oder mich zu tränken<br />
mit keuscher Milch der Niemandsstille?</p>
<p>Auf seines Schuppens Stufe<br />
hockt mit dem Harmonium<br />
schon der Gnom, der Antipode,<br />
spielt Zigeunerweisen.</p>
<p>Mutter sitzt im Dämmerschein<br />
einer Wehmutkerze,<br />
harrt des Manns, der mich gezeugt,<br />
süßen Elends Waben füllend.</p>
<p>Schoß, o kalt gewordener Schmerz,<br />
ohne Samt, das Haupt zu bergen.<br />
Im Dornenhag, wo ich geboren,<br />
blüht, um still zu schlafen, mir kein Mohn.</p>
<p>Nein, kein Rauschen, Ächzen nur<br />
aus alter Linde Dämmerkrone.<br />
Dunkles Scharren, Unheilsmuhen<br />
im dunggewärmten Stalle.</p>
<p>Morgens Keuchen und Erbrechen,<br />
traumgewürgte Atemnot,<br />
blutig ist das Laken.<br />
Laßt mich, ich will schlafen.</p>
<p>Flüstern, Fluchen, Weinen,<br />
die Tür barsch zugeworfen.<br />
Großmutter liegt im Sterben.<br />
Weinen, Beten, Schreien.</p>
<p>Laßt mich, laßt mich schlafen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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