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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Orplid mein Land Gedichte über Koblenz lyrische Gedichte Eduard Mörike</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Orplid, mein Land</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Aug 2015 21:02:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Koblenz, Koblenz-Metternich, die Eifel und den Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Orplid mein Land Gedichte über Koblenz lyrische Gedichte Eduard Mörike]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Dem Andenken an Eduard Mörike Wenn über den sinkenden Schein hinaus du das Sterben der Blume verstündest, innig, brennend, wie einst, als der ätzende Rauch des Kartoffelfeuers dich zum Singsang der Glut befreite? Oder gedenke der Wärme des Steins, als brauner Knabe du barfuß dich im Tanz zwischen Echsen versucht hast – wurde dein Herz [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/orplid-mein-land/">Orplid, mein Land</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Dem Andenken an Eduard Mörike<br />
</em><br />
Wenn über den sinkenden Schein hinaus<br />
du das Sterben der Blume verstündest,<br />
innig, brennend, wie einst,<br />
als der ätzende Rauch des Kartoffelfeuers<br />
dich zum Singsang der Glut befreite?</p>
<p>Oder gedenke der Wärme des Steins,<br />
als brauner Knabe du<br />
barfuß dich im Tanz<br />
zwischen Echsen versucht hast –<br />
wurde dein Herz nicht hell,<br />
als in der Hand,<br />
die immer sprach mit den Tropfen und Hülsen,<br />
der weiße Kiesel schwoll,<br />
oder die aus der Kuhle rollte,<br />
die Murmel getönt hat?</p>
<p>Stammelte nicht dein ärmliches Wünschen<br />
mit den eingeatmeten Düften<br />
des Flieders oder vom Kölnisch-Wasser<br />
im gestärkten Kissen<br />
den Rebus nach,<br />
für die Hoffnung das Segel<br />
oder der Besen für haarige Wollust?</p>
<p>Hast du nicht wie mit Buchstaben<br />
der Suppe am Tellerrand<br />
auf dem dämmernden Grate des Traums<br />
die nahrhaften Grüße der Liebe geschrieben,<br />
die alsbald ein Mäuschen<br />
oder die blaue Zunge der Viper<br />
aufgeschleckt hat?</p>
<p>Spräche der Denkstein auf dem Dommelberg<br />
sein Schweigen vernehmlicher doch,<br />
wie die Warze der Alten,<br />
die dich mit ihrem Schweiß,<br />
mit ihren Tränen genährt hat!</p>
<p>Oder der Wind in den Blättern<br />
kindlichen Schlafs<br />
brächte Kunde vom Lande Orplid,<br />
wo die Freunde, in bauschigen Röcken,<br />
mit Veilchen bekränzt,<br />
warten auf dein Exil,<br />
wenn frei von der Bürde des Wissens<br />
die Reise dir leicht wird.</p>
<p>Orplid, mein Land,<br />
wo die Seelen an Küssen sich kennen,<br />
die Toten unter Wolken<br />
goldener Hymnen erwachen,<br />
wo Blüten lächeln,<br />
wenn die Träne der Unschuld sie netzt,<br />
wo Menschen Bäume sind,<br />
deren Zweige ineinander rauschen,<br />
wenn Kometen durch die Wipfel zischen.</p>
<p>O, purzelt da nicht endlich<br />
über Pilze, Wurzeln und Igel<br />
der Indigene des Lands,<br />
der bezipfelte Zwerg,<br />
sein erster und letzter Bewohner?</p>
<p>Hält er den Salto hüstelnd nicht inne<br />
und schaut an den Stämmen empor,<br />
hoch, höher, noch etwas höher,<br />
unter die Röcke der Windsbraut,<br />
schaut und lacht und lacht?</p>
<p>Und sein Lachen hüpft,<br />
ein neckisch huschendes Eichhorn,<br />
über die Rinde, hüpft und schlüpft<br />
und verliert sich<br />
im Wirrwarr des Blattwerks.</p>
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