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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Phantasma toxischer Männlichkeit Zeitgedichte komische Gedichte lyrische Gedichte</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Phantasma toxischer Männlichkeit</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Jan 2026 23:03:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
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		<category><![CDATA[Gedichte zur Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>„Ist kein Hüter, mit dem Stabe sie zu lenken? Sie streunen wild umher, und unerträglich schwillt Tag und Nacht das törichte Geschnatter.“ „Der Herr ist tot, die Gatter stehen offen, die Gänse watscheln unterm milden Schutz nun einer dekadenten Gutsverwaltung, die nichts von rechter Zucht mehr wissen will.“ „Wie denn, dem Ganter hat man umgedreht [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/phantasma-toxischer-maennlichkeit/">Phantasma toxischer Männlichkeit</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>„Ist kein Hüter, mit dem Stabe sie zu lenken?<br />
Sie streunen wild umher, und unerträglich<br />
schwillt Tag und Nacht das törichte Geschnatter.“<br />
„Der Herr ist tot, die Gatter stehen offen,<br />
die Gänse watscheln unterm milden Schutz nun<br />
einer dekadenten Gutsverwaltung,<br />
die nichts von rechter Zucht mehr wissen will.“<br />
„Wie denn, dem Ganter hat man umgedreht<br />
sogleich den Hals, und unbefruchtet liegt<br />
das Ei im Gras, und keine Glucke brütet?“<br />
„Sie wollen sich nicht mehr vermehren, nicht<br />
mehr Nester bauen, Küken nicht geleiten<br />
in eine Zukunft, die nicht gansgerecht.<br />
Der Sinn der Mutterschaft ward zum Tabu.<br />
Unfruchtbarkeit sei auch gerechte Sühne,<br />
weil hingeschlachtet ward das Hühnervieh,<br />
auf daß die Ahnen seinen Stall beerbten.“<br />
„Es hab die Eule ihnen prophezeit,<br />
die Teiche trocknen, Kräuter würden giftig,<br />
so schwadronierte jüngst, den man geschaßt,<br />
der Hütejunge, war wohl voll des Weins.“<br />
„Drum toben sie hysterisch durch die Gegend.“<br />
„Uns aber ist vergällt der Abendfrieden.<br />
Sie recken ja den Schnabel schon zum Mond,<br />
ihr Zischen malträtiert das weiche Ohr<br />
des Dichters und des Denkers stillen Geist.“<br />
„Den Unsinn eines Daseins, das entwurzelt,<br />
betäuben sie im Lärm wie von Bacchanten,<br />
wenn auch kein Bacchus naht mit süßen Beeren.“<br />
„Dem schlichten Leben sind sie schon verloren,<br />
zerstochen längst von Stacheln eitlen Wahns,<br />
in Promenaden die gefärbten Federn<br />
aufzuspreizen vor kristallnen Spiegeln.“<br />
„Du kennst vom Berg den Ausblick? Nun, erwäge,<br />
wie dort im öden Bruch die Füchse schleichen.“<br />
„Ich seh, was Böses du im Herzen sinnst.<br />
Die Roten sind nicht zähmbar, bleiben feind,<br />
zum Asyl willst du sie gleichwohl locken.“<br />
„Der Häscher soll die Gans das Fürchten lehren,<br />
daß sie in ihr Gehäus mag wieder flüchten.“<br />
„Die dumme Unschuld, holden Willkomm flatternd<br />
um ihren Würger, wird wohl Federn lassen.“<br />
„So wollen wir noch diese Nacht die Fährte<br />
aus Blut und Fett auf dunkle Moose streichen,<br />
vom offnen Tor bis hin zu ihrem Bau.“</p>
<p>&nbsp;</p>
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