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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Poetologische Variationen poetologische Gedichte lyrische Gedichte</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Poetologische Variationen</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Dec 2025 23:07:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Poetologische Gedichte]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>1 Du siehst sich winden einen Wurm und wirfst die Birne weg. Doch unreifen Schwärmers feuchter Funkelton hat dich an den Rand geführt, wo ein Dunkel blufft. 2 Ein Satz, ein Kleid, weich geschmiegt um des Gedankens nackten Leib! Den Vers reiß auf, wenn er sich üppig bauscht, und wende dich vor einem rachitisch eingekrümmten [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/poetologische-variationen/">Poetologische Variationen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>1</p>
<p>Du siehst sich winden<br />
einen Wurm<br />
und wirfst die Birne weg.</p>
<p>Doch unreifen Schwärmers<br />
feuchter Funkelton<br />
hat dich an den Rand geführt,<br />
wo ein Dunkel blufft.</p>
<p>2</p>
<p>Ein Satz,<br />
ein Kleid,<br />
weich geschmiegt<br />
um des Gedankens<br />
nackten Leib!</p>
<p>Den Vers reiß auf,<br />
wenn er sich üppig bauscht,<br />
und wende dich<br />
vor einem rachitisch<br />
eingekrümmten Skelett.</p>
<p>3</p>
<p>Von den blassen Fasern<br />
der aufgeplatzten Puppe<br />
schließt du nicht<br />
auf eines zarten Falters<br />
schillernden Flug.</p>
<p>Drehst du den Teppich um,<br />
ahnst du im Gewirr der Fäden nicht<br />
der Wiese Blumenpracht,<br />
worauf man steht.</p>
<p>4</p>
<p>Herz,<br />
das angeschlagen,<br />
schwingt sich auf<br />
in Obertönen,<br />
Seraphim,<br />
die du nicht mehr hörst.</p>
<p>5</p>
<p>Die das Blut verschmähen,<br />
Selenes Töchter,<br />
lauschen bang<br />
auf des Sonnenstiers<br />
dumpf dröhnende Hörner.</p>
<p>6</p>
<p>Scheue Reime,<br />
Tropfen Milch,<br />
die an der Charis<br />
weißer Lende<br />
rinnen hin.</p>
<p>7</p>
<p>Ausgezehrten Wortes<br />
mürbe Lippe,<br />
nach einem Tropfen Wahrheit<br />
dürstend.</p>
<p>Fetter Wanst,<br />
in der Rhetorik seichtes Wasser<br />
trübe Schäume<br />
klatschend.</p>
<p>8</p>
<p>Schwankend<br />
in der blauen Schale,<br />
Knospe<br />
Vers,<br />
wie vor Scham<br />
verschlossen.</p>
<p>Im Strahl<br />
der untergehenden Sonne,<br />
wenn du auf schwermutweichen<br />
Kissen liegst,<br />
geht ein Duft<br />
durchs Zimmer.</p>
<p>9</p>
<p>Vers,<br />
vor Durst<br />
allzu gierig abgepflückte Frucht<br />
des frühen Sonnentags,<br />
wässrig noch.</p>
<p>Honig<br />
aus der Erinnerung Waben<br />
schmeckt erst süß.</p>
<p>10</p>
<p>Außen weich wie Schmand, doch innen trocken,<br />
Blätterteig-Sonette, überstäubt<br />
von gereimten Puderzuckerflocken,<br />
hatten unsre Zungen schon betäubt.</p>
<p>Du gabst uns den Honig wilder Bienen,<br />
Stachelbeeren, Quitten, rohe Kost,<br />
und die sauer schmeckten, Apfelsinen –<br />
da erquickte Liedes herber Most.</p>
<p>&nbsp;</p>
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