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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Schönheitsflecke lyrische Gedichte Santoka Taneda</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Schönheitsflecke</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Nov 2017 19:45:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Schönheitsflecke lyrische Gedichte Santoka Taneda]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Dem Andenken an Santoka Taneda Eine große Warze mitten im Gesicht gilt für abstoßend und häßlich. Nicht so ein Schönheitsfleck auf weißer Mädchenwange. * Mein Vers sei wie der weiße Fleck der Rose auf des Wassers Nacht. * Ein nackter Stein, stumpf und grau, der das reine Tuch des Schnees durchstach, so ist des Menschen [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/schoenheitsflecke/">Schönheitsflecke</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Dem Andenken an Santoka Taneda<br />
</em></p>
<p>Eine große Warze mitten im Gesicht<br />
gilt für abstoßend und häßlich.<br />
Nicht so ein Schönheitsfleck<br />
auf weißer Mädchenwange.</p>
<p>*</p>
<p>Mein Vers sei wie der weiße Fleck<br />
der Rose auf des Wassers Nacht.</p>
<p>*</p>
<p>Ein nackter Stein, stumpf und grau,<br />
der das reine Tuch des Schnees durchstach,<br />
so ist des Menschen Einsamkeit.</p>
<p>*</p>
<p>Stummheit der gekränkten Seele<br />
gleicht dem dürren Kraut des Ackers,<br />
das wie zu seiner Schmach das Blitzen<br />
der klingenden Sichel verschonte.</p>
<p>*</p>
<p>Wie stumpf das Grau des Schieferdachs –<br />
welch milder Glanz,<br />
wenn frische Tropfen fallen.</p>
<p>*</p>
<p>Unter der schmutzig-trüben Glocke<br />
des Himmels im späten Herbst –<br />
pickte eines Vogels Schnabel daran<br />
oder woher mit einem Mal<br />
der hohe reine Klang von Glas?</p>
<p>*</p>
<p>Die Biene, die im Becher schwamm,<br />
der portugiesische Wein roch allzu harzig,<br />
war tot – sie trudelte im honiggelben Kreis,<br />
als würde sie im Schlafe trinken.</p>
<p>*</p>
<p>Die Mutter, die man aus dem Brunnen zog,<br />
war sie des Bettelmönchs, des Sohnes,<br />
Geisterwind, der <em>Taneda Santokas</em> Verse,<br />
die blauen Veilchen, im Schnee begrub,<br />
auf seinen Gängen mit der Bettelschale<br />
und dem runden Mond des Huts?</p>
<p>*</p>
<p>Des Kiesels zarte Adern scheinen,<br />
wenn sie Wasser überleckt.<br />
Das Auge der Liebe schimmert,<br />
wenn Tränen es befeuchten.</p>
<p>*</p>
<p>Uns rührt das Moos auf Steinen<br />
mit der verwischten Inschrift,<br />
Efeus Blätter sprechen wahr in uns,<br />
spielt ihr Schatten auf dem Grab.</p>
<p>*</p>
<p>Die Flecken in den alten Büchern,<br />
die wir, um nicht allein zu sein<br />
an Abenden des Wehmutsterns,<br />
sacht durchblättern nach Spuren<br />
einer Seele, die wie wir gelitten,<br />
von Kaffee oder Wein, vom Staub<br />
der Blüten, einst ihnen eingelegt<br />
von Händen, Staub wie jene nun,<br />
wir lesen sie wie uns vertraute Verse.</p>
<p>*</p>
<p>O, jene Sommersprossen<br />
auf den Wangen des Glücks<br />
junger Mädchen, die eine Stulle<br />
mit Marmelade kauen,<br />
und der Sud der roten Beere<br />
rinnt an ihrem Kinn,<br />
sind schöner als der Venus<br />
unbefleckte Marmorbacke.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Siehe:<br />
</em><a class="moz-txt-link-freetext" href="https://en.wikipedia.org/wiki/Sant%C5%8Dka_Taneda#/media/File:Hofu_Santoka%27s_statue.jpg">https://en.wikipedia.org/wiki/Sant%C5%8Dka_Taneda#/media/File:Hofu_Santoka%27s_statue.jpg</a><br />
<a class="moz-txt-link-freetext" href="https://en.wikipedia.org/wiki/Sant%C5%8Dka_Taneda">https://en.wikipedia.org/wiki/Sant%C5%8Dka_Taneda</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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