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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Schreiben ehedem poetologische Gedichte lyrische Gedichte</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Schreiben, ehedem</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Dec 2025 23:02:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Der Feder sanftes Kratzen ward uns fortgenommen, die Honigkerze des Gefühls – verglommen. * Die Lücken im Gekrakel, die somnambul wir füllten mit krausen Dickichts Fratzen, bevor das Versdebakel wir jäh erwacht zerknüllten. * Und schienen uns verworren im Schnee des Blatts die hingetupften Tintenspuren, wie eines bangen Hasen, der im Zickzack springt, ließen rasch [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/schreiben-ehedem/">Schreiben, ehedem</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der Feder sanftes Kratzen<br />
ward uns fortgenommen,<br />
die Honigkerze des Gefühls –<br />
verglommen.</p>
<p>*</p>
<p>Die Lücken im Gekrakel,<br />
die somnambul wir füllten<br />
mit krausen Dickichts Fratzen,<br />
bevor das Versdebakel<br />
wir jäh erwacht zerknüllten.</p>
<p>*</p>
<p>Und schienen uns verworren<br />
im Schnee des Blatts<br />
die hingetupften Tintenspuren,<br />
wie eines bangen Hasen,<br />
der im Zickzack springt,<br />
ließen rasch wir Flocken schneien,<br />
die sie bald verwischten.</p>
<p>*</p>
<p>Auch wenn sie rasch vergilbten,<br />
wir bargen Blatt für Blatt,<br />
als lieh uns Herbst den Schlüssel,<br />
in der alten Eichentruhe,<br />
daß zwischen Muschelhorn<br />
und Odem von Lavendel<br />
den Winter sie verschliefen.<br />
Von manchen blieb,<br />
ins Frühlingslicht gehalten,<br />
nur ein blasses Wasserzeichen.</p>
<p>*</p>
<p>Blatt, eines, zart chiffriert,<br />
legen wir auf eine Schwelle,<br />
auf der es hinter uns<br />
wie ein Boot auf dunkler Welle<br />
schwankend sich im Dunst verliert.<br />
Und wir bangen, hoffen,<br />
daß es unterm Grinsen<br />
eines trunknen Monds<br />
an Riffen kentert, schroffen.</p>
<p>*</p>
<p>Manche Verse glitten, wie in Regenrinnen<br />
leichte Boote, zierlich aus Papier.<br />
Wohin? Weiß Gott. Sie waren schon entschwunden.<br />
Manche sträubten sich, wie an der Angelrute<br />
wilde Barsche, und wir ließen sie<br />
wieder frei, hörten noch die Flosse klatschen.<br />
Andre kamen uns entgegen, Kavaliere,<br />
und sie pflückten eine Orchideenblüte<br />
von der Veste, um sie uns galant zu reichen.<br />
Mädchen aber, entzückt vom sanften Wiegen<br />
unsrer Hand, beugten ihren Nacken,<br />
und ein goldnes Vlies umgoß die Schrift.</p>
<p>*</p>
<p>Linierte Blätter. Um die Linien sprossen<br />
lichte Büschel wie um zarte Gitter,<br />
daß noch ferne Strahlen in sie flossen,<br />
süß die Beeren wurden und nicht bitter,<br />
die schwarze Tinte malte oder blaue.<br />
Las sie wer, schoß Blut ins Herz, ins graue.</p>
<p>&nbsp;</p>
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