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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Sinnbilder gereimt und ungereimt philosophische Gedichte lyrische Gedichte</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Sinnbilder, gereimt und ungereimt</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Jan 2026 23:02:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sinnbilder gereimt und ungereimt philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Wie weit wir auch des Sinnes Grenzen ziehen, was jenseits liegt, das Ungesagte, ins Grenzenlose wird es ewig uns entfliehen. * Je strenger wir den Maßstab fassen, dem unser Sagen soll genügen, je mehr wird Mundes Blume blassen. * Die einst von Götterfabeln sprachen, verstummten, geisterhafte Funken, als sie aus dunkler Niemandsleere brachen. * Die [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/sinnbilder-gereimt-und-ungereimt/">Sinnbilder, gereimt und ungereimt</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wie weit wir auch des Sinnes Grenzen ziehen,<br />
was jenseits liegt, das Ungesagte,<br />
ins Grenzenlose wird es ewig uns entfliehen.</p>
<p>*</p>
<p>Je strenger wir den Maßstab fassen,<br />
dem unser Sagen soll genügen,<br />
je mehr wird Mundes Blume blassen.</p>
<p>*</p>
<p>Die einst von Götterfabeln sprachen,<br />
verstummten, geisterhafte Funken,<br />
als sie aus dunkler Niemandsleere brachen.</p>
<p>*</p>
<p>Die kindlich du aufs Wassers hobst, daß fort sie schwimmen,<br />
Bötchen von Papier, bestückt mit kleinen Kerzen,<br />
siehst manchmal du noch fern im Traume glimmen.</p>
<p>*</p>
<p>Die Seele lag auf ihrer Hand,<br />
ein müder Falter, den sie dir vor Augen hielt,<br />
als wär er ihres Daseins Unterpfand.</p>
<p>*</p>
<p>Der früh besessen war von Lichtkristallen,<br />
die aufgeglänzt in tiefer Nacht,<br />
fand spät an Graunuancen sein Gefallen.</p>
<p>*</p>
<p>Weil Gottes Nagel selbst sie eingeritzt,<br />
schien unbestreitbar Satz für Satz der Tafeln.<br />
Dann galt, wer dies als Bild durchschaute, für gewitzt.</p>
<p>*</p>
<p>Sein Dämon hat gen Gallien Caesar einst getrieben,<br />
so ward es der Romania Herz, la Douce France,<br />
allwo Racine, Pascal, Molière und Proust geschrieben.</p>
<p>*</p>
<p>Gold und Geist, die unterm Lilienbanner strahlten,<br />
zerrieb, verdunkelte der Haß befreiter Meuten,<br />
die in der Asche mit drei öden Farben prahlten.</p>
<p>*</p>
<p>Torheit wähnt sich auf der höchsten Stufe<br />
einer steilen Treppe, die sie nicht gebaut,<br />
doch vernimmt sie nicht die dunklen Rufe<br />
aus der Tiefe, wo die Flut der Zeit sich staut.</p>
<p>*</p>
<p>Fotos der Verwandten, eins gelegt aufs andre,<br />
doch schimmerte kein Urgesicht hervor,<br />
Aug sprach zur Nase, Mund zum Kinn: mäandre.</p>
<p>*</p>
<p>Woher auf allen Plätzen, allen Bühnen<br />
Gackern immerfort und schrilles Krächzen?<br />
Wer ließ die Pforte offen stehen,<br />
daß sie büxten aus, die Hühner?<br />
Will keiner sie zurück mehr scheuchen,<br />
auf daß sie wieder Eier legen,<br />
das ein und andre gar bebrüten?<br />
„Ach nein, das wird die Gans verhüten,<br />
Helene mit dem nackten Bürzel,<br />
die uns geöffnet hat die Türe,<br />
damit wir aus dem Zwielicht watscheln,<br />
gerupft an Kopf und schlankem Halse,<br />
geeinte Schwestern unterm Sternbild<br />
emanzipierten Hühnertums!“,<br />
gluckst geschwollen ein bebrilltes Huhn.<br />
Da kräht auf seinem Thron aus Mist<br />
gespreizten Sinns und heißen Sporns<br />
der rote Gockel, und jede pest dahin,<br />
daß er als erste sie besteige.<br />
Die kleine Zarte, die da gräßlich fiept,<br />
herrscht an die dicke Henne: „Herzchen, schweige!“</p>
<p>&nbsp;</p>
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