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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Sommerabend in Alt-Metternich Gedichte über Koblenz und Metternich lyrische Gedichte</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Sommerabend in Alt-Metternich</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Mar 2021 14:54:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Koblenz, Koblenz-Metternich, die Eifel und den Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Dem Andenken an Johann, Katharina und Hildegard Hilten Der Alte hockte auf des Hauses Schwelle, die Luft des Abends brachte Wohlgeruch, er stopfte seine Pfeife und sie qualmte, ihr weißes Wölkchen kringelte ins Blau, wo zwischen Mücken frohe Schnäbel sirrten. Die Arbeit war getan, das Feld bestellt, die Kühe scharrten manchmal wie im Schlafe, und [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/sommerabend-alt-metternich/">Sommerabend in Alt-Metternich</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Dem Andenken an Johann, Katharina und Hildegard Hilten</em></p>
<p>Der Alte hockte auf des Hauses Schwelle,<br />
die Luft des Abends brachte Wohlgeruch,<br />
er stopfte seine Pfeife und sie qualmte,<br />
ihr weißes Wölkchen kringelte ins Blau,<br />
wo zwischen Mücken frohe Schnäbel sirrten.<br />
Die Arbeit war getan, das Feld bestellt,<br />
die Kühe scharrten manchmal wie im Schlafe,<br />
und manchmal wieherte der dürre Gaul.<br />
Wie hellte ihm das Angesicht ein Lächeln,<br />
wenn Mutter mit dem bastgeflochtnen Korb<br />
nach Hause kam, im Korbe unten Äpfel<br />
und Pflaumen, doch Fliederbüschel rot und weiß<br />
darüber, sie brachten Duft des Sonnentages<br />
uns in der kühlen Stube Dämmerung.<br />
Und hatten wir heißen Kinder uns ereifert<br />
beim Spiel, den flachen, glatten Kieselstein<br />
mit Teufelswürfen hüpfen und tänzeln zu lassen,<br />
es spritzte grüner Mosel Wellenglanz,<br />
erscholl sie fern, die Glocke edlen Namens,<br />
der hohe Ruf zum Angelusgebet.<br />
Da brach der Alte auf, mit seinem schwarzen,<br />
zerbeulten Hut und seinem steifen Rock,<br />
nahm selbst den Rotschopf mit, der wohl verlegen<br />
die Blicke senkte, doch dann kehlig sang.<br />
Da ging die Mutter hin mit ihrem schönen<br />
geblümten Kleid und einem alten Buch<br />
mit Goldschnitt. Aber innig tönte der Hymnus<br />
auf das erwählte Leben, wenn Abendrot<br />
die bunten Fenster mit heiterm Geist voll Andacht<br />
verklärt hat. Doch in der Küche hörst du Klappern,<br />
die fette Suppe brodelt auf dem Herd,<br />
Großmutter tränt das Aug vom Zwiebelschneiden,<br />
der Enkel wischt den dunklen Eichentisch<br />
und stellt die Teller auf und eine Vase<br />
mit jenem Flieder aus dem eignen Hort.<br />
Dort dämmern schon die Büsche süßer Beeren,<br />
und auf dem Ast des morschen Kirschenbaums<br />
blitzt einer Eule geisterhaftes Auge.<br />
Im Zimmer spricht mit Schatten Kerzenschein,<br />
sie sitzen beieinander, zärtlich flüsternd,<br />
sie warten auf des Pflasters Widerhall.</p>
<p>Das Gold des Abends tropfte von den Wangen,<br />
im dunklen Spiegel zitterte ein Traum.<br />
War alles still, nur manchmal Wassers Lallen,<br />
der Biene Summen, die im Vorhang hing.</p>
<p>&nbsp;</p>
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