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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Somnambule Blicke lyrische Gedichte</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Somnambule Blicke</title>
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		<pubDate>Sun, 23 Nov 2025 23:15:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Somnambule Blicke lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Ein Fenster hat im Hof des Traums geklirrt. Ins Dunkel taumelte die Blüte einer Bougainville. * Schlafgemach, wo Mondes Wehmuthauch umsonst den Spiegel trübt, der für die müde Seele lang schon blind. * Goldnen Hornes Ruf, Herold, der unterwegs die Botschaft schon vergaß und sich im Rauschen fahlen Laubs verlor. * Der am Saum des [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/somnambule-blicke/">Somnambule Blicke</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Fenster hat im Hof des Traums geklirrt.<br />
Ins Dunkel taumelte<br />
die Blüte einer Bougainville.</p>
<p>*</p>
<p>Schlafgemach,<br />
wo Mondes Wehmuthauch<br />
umsonst den Spiegel trübt,<br />
der für die müde Seele lang schon blind.</p>
<p>*</p>
<p>Goldnen Hornes Ruf,<br />
Herold, der unterwegs<br />
die Botschaft schon vergaß<br />
und sich im Rauschen<br />
fahlen Laubs verlor.</p>
<p>*</p>
<p>Der am Saum des Tags gezagt,<br />
weicher Tropfen Abendlicht,<br />
fällt im Nu. Die Rose schließt,<br />
das noch sonnenwarm, ihr Lid,<br />
und der Schwermut Aug erglänzt.</p>
<p>*</p>
<p>Das durch Flammen ging,<br />
reiner Liebe Kind,<br />
steigt empor<br />
ins Geflirre<br />
hymnischen Gesangs.</p>
<p>*</p>
<p>Kaum ans Herz gestrichen,<br />
Bogen sanfter Glut,<br />
und schon rötet sich<br />
samtenes Meer der Nacht.</p>
<p>*</p>
<p>Von Sternengischt umschäumt,<br />
die Jade hoher Woge steht,<br />
wie auf den Bildern alter Meister,<br />
als wär erstarrt die Zeit.</p>
<p>*</p>
<p>Das Siechtum nickt,<br />
gleich einer kranken Puppe,<br />
in die unterste Lade<br />
vom Überdruß gelegt,<br />
und nuschelt zahnlos,<br />
wenn auf dem Smartphone<br />
flimmert<br />
Menetekel,<br />
Mene, Mene, Tekel.</p>
<p>*</p>
<p>Wollust, die sich windet<br />
in unsichtbarer Boa<br />
Würgegriff.</p>
<p>*</p>
<p>Ein Kokon baumelt<br />
an Klothos Faden<br />
in der Fensternische,<br />
die Raupe starb darin.<br />
Kein Flügel brach ins Licht<br />
ihm, der hier einsam<br />
hauste.</p>
<p>*</p>
<p>Auf den Kopf gestellte<br />
Karyatide.<br />
Weh, wenn der Architrav<br />
die Ferse kitzelt.</p>
<p>*</p>
<p>Ein Kinderkopf trägt einen Turm,<br />
da wohnen Eltern und Verwandte.<br />
Ferner Ahn ruft von den Zinnen:<br />
„Schlaf ein, mein Herz, schlaf ein!“</p>
<p>*</p>
<p>Auf dem Regal in ihrer Küche<br />
in Reih und Glied<br />
märchengrünen Schimmerns<br />
Einmachgläser<br />
mit niedlich eingeschrumpften<br />
Embryonen.</p>
<p>*</p>
<p>Ein femininer Beau lehnt,<br />
devot wippt sein Eunuchenschopf,<br />
zwischen den Tatzen einer Tigerin,<br />
schaut in ihr kaltes Raubtierauge,<br />
das eigne feucht vor Dankbarkeit,<br />
daß sie ihn hat noch nicht zerfetzt.</p>
<p>&nbsp;</p>
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