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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Sonett von der blinden Anmut Sonette philosophische Gedichte lyrische Gedichte</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Sonett von der blinden Anmut</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Feb 2026 23:06:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Blind ist die Anmut. O, sie lächelt.<br />
Vom Anblick all der Fratzen unverstört,<br />
wird einzig sie vom Wind der Nacht betört,<br />
der ihre glatte, stille Stirn umfächelt.</p>
<p>Auf jähen Graten geht sie ohne Schwanken,<br />
sieht nicht den Abgrund, wo der Geist erschrickt.<br />
Ins Netz der Zeichen ward sie nie verstrickt,<br />
Gestirn und Mond, sie weckten kein Verlangen.</p>
<p>Da hört im Dunkel sie, wie Früchte fallen,<br />
das Schluchzen eines Kinds, das ungestillt,<br />
ein Seufzen, das aus fernen Brunnen quillt,<br />
den Schrei der Maus in einer Eule Krallen.</p>
<p>Mag sie mit Watte sich die Ohren stopfen,<br />
im tiefen Grund hört sie ein banges Klopfen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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