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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Spickzettel Philosophie Prosagedichte philosophische Gedichte</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Spickzettel Philosophie</title>
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		<comments>http://www.luxautumnalis.de/spickzettel-philosophie/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 31 Dec 2025 23:12:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte in Prosa]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Spickzettel Philosophie Prosagedichte philosophische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Früher dachte ich, das Denken bedürfe neuer Worte und Wortbildungen. Inzwischen weiß ich, es gilt die verschüttete Macht der einfachen Sprache wiederzufinden. Martin Heidegger &#160; Eine ganze Wolke von Philosophie kondensiert zu einem Tröpfchen Sprachlehre. Wir führen die Wörter von ihrer metaphysischen auf ihre alltägliche Verwendung zurück. Ludwig Wittgenstein &#160; Wir: nicht innen. Welt: nicht [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/spickzettel-philosophie/">Spickzettel Philosophie</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Früher dachte ich, das Denken bedürfe neuer Worte und<br />
Wortbildungen. Inzwischen weiß ich, es gilt die verschüttete<br />
Macht der einfachen Sprache wiederzufinden.</em></p>
<p><em>Martin Heidegger</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Eine ganze Wolke von Philosophie kondensiert zu einem</em><br />
<em> Tröpfchen Sprachlehre.</em></p>
<p><em>Wir führen die Wörter von ihrer metaphysischen auf ihre</em><br />
<em> alltägliche Verwendung zurück.</em></p>
<p><em>Ludwig Wittgenstein</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wir: nicht innen.<br />
Welt: nicht außen.</p>
<p>*</p>
<p>Die Rose des Gedichts,<br />
sie duftet nicht.<br />
Erinnerung hat kein Organ<br />
für Rosenduft.</p>
<p>*</p>
<p>Nicht: der Körper beseelt –<br />
die Seele verleibt.</p>
<p>*</p>
<p>Mythos Seele:<br />
Dunstgestalten,<br />
dem offnen Mund der Toten<br />
jäh entweichend.</p>
<p>*</p>
<p>Du gibst das Wort,<br />
Frucht vom Baum der Sprache,<br />
den du nicht gepflanzt,<br />
flugs abgepflückt.</p>
<p>*</p>
<p>Dichten,<br />
denken:<br />
Wort für Wort,<br />
Punkt um Kontrapunkt.</p>
<p>*</p>
<p>Wort, es kann nicht meinen,<br />
was du willst.</p>
<p>*</p>
<p>Haust du mit dem Hammer<br />
auf noch so kleinen Wortes Sinn,<br />
ob „ich“, ob „du“, ob „und“,<br />
zerreißt die ganze Kette.</p>
<p>*</p>
<p>Das entstellte Wort,<br />
Warze im Gesicht<br />
der Heuchelei.</p>
<p>*</p>
<p>Bedeutung ist kein Klumpen Lehm,<br />
vom reinen Geist geformt,<br />
von einem, der versteht,<br />
mit Leben überhaucht.</p>
<p>*</p>
<p>Beseelter Laut,<br />
das Lied.<br />
Musik,<br />
geistreicher Klang.</p>
<p>*</p>
<p>Je klarer seine Wasser fließen,<br />
je tiefer ist des Brunnens Nacht.</p>
<p>*</p>
<p>Am lichten Tage reift die Traube,<br />
im dämmrigen Verlies der Wein.</p>
<p>*</p>
<p>Wer alle Farben blind vermischt,<br />
dem bleibt nur trübes Grau-in-Grau.</p>
<p>*</p>
<p>Überm Bodenlosen<br />
lächelnd schweben.</p>
<p>*</p>
<p>Subjekt und Gegenstand,<br />
Name und Objekt,<br />
Idee und Phänomen,<br />
verworrene Gespinste,<br />
die keine Fliege fangen,<br />
keinen Tropfen Licht,<br />
von der Stirn uns streifen.</p>
<p>*</p>
<p>Wie der Diener auf den Herrn,<br />
wartet einer vor der Tür,<br />
die eine Scheintür ist,<br />
Attrappe bloß.</p>
<p>*</p>
<p>Wie Raum und Zeit<br />
eins ins andre fließen,<br />
so schäumt der Sinn<br />
glänzend,<br />
fahlend,<br />
aus dem Nichts hervor.</p>
<p>*</p>
<p>Kippschaltern gleich<br />
sind Ja und Nein,<br />
Wahr und Falsch.<br />
Ein Urstrom ist,<br />
was uns zu denken gibt,<br />
das Dichterwort,<br />
ein leuchtendes,<br />
ein dämmerndes<br />
Vielleicht.</p>
<p>*</p>
<p>Die fremde Hand berührend,<br />
fühlt die eigene<br />
sich selbst.</p>
<p>*</p>
<p>Des Lächelns Gischt,<br />
der übers graue Herz<br />
uns sprüht.</p>
<p>*</p>
<p>Träne,<br />
funkelnd<br />
an der Wimper<br />
Nacht.</p>
<p>*</p>
<p>Wer die Fichte Tanne nennt,<br />
hat sich bloß geirrt.<br />
Anders, wer im Zeichenwald<br />
umsonst die Lichtung sucht.</p>
<p>*</p>
<p>Wer nicht rechnen kann,<br />
ist dumm.<br />
Narr, wer nicht weiß,<br />
was Zahlen sind.</p>
<p>*</p>
<p>„Indianer“ –<br />
kein faktischer Irrtum<br />
des Kolumbus,<br />
ein begrifflicher.</p>
<p>*</p>
<p>Je heller die Lampe der Angst,<br />
umso drohender die Dunkelheit.</p>
<p>*</p>
<p>Arg ist, Mann und Frau verwechseln,<br />
ärger, Sinn und Unsinn.</p>
<p>&nbsp;</p>
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