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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Tierische Plaudereien Gedichte in Prosa</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Tierische Plaudereien</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Oct 2019 22:18:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte in Prosa]]></category>
		<category><![CDATA[Tierische Plaudereien Gedichte in Prosa]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>I Kater: „Wenn ich schreite, istʼs wie Nurejew, wenn du trottest, istʼs nur wie Hund.“ Hund: „Wenn ich heule, dann um meinetwillen unterm hellen Mond, wenn du jammerst, dann um die Katz in finsterer Nacht.“ II Pfau: „Mein Schrei ist gräßlich, doch mein Rad ist schön.“ Spatz: „Dein Rad hat schöne Augen, doch du kannst [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/tierische-plaudereien/">Tierische Plaudereien</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>I</p>
<p>Kater: „Wenn ich schreite, istʼs wie Nurejew, wenn du trottest, istʼs nur wie Hund.“</p>
<p>Hund: „Wenn ich heule, dann um meinetwillen unterm hellen Mond, wenn du jammerst, dann um die Katz in finsterer Nacht.“</p>
<p>II</p>
<p>Pfau: „Mein Schrei ist gräßlich, doch mein Rad ist schön.“</p>
<p>Spatz: „Dein Rad hat schöne Augen, doch du kannst damit nicht fliegen.“</p>
<p>Nachtigall: „Ich bin unscheinbar wie du, mein Spatz, doch mein Gesang ist himmlisch.“</p>
<p>Huhn: „Bin weder schön noch kann ich singen, doch zu Ostern färbt man meine Eier und versteckt sie für das gute Kind.“</p>
<p>III</p>
<p>Lipizzaner: „Mein Schritt hat Anmut, Würde hat mein Trab.“</p>
<p>Hund: „Doch mußt im Kreis du an der Leine laufen; derselbe Mensch, um den devot du kreist, läßt mich auf seinem Kissen dösen.“</p>
<p>Lipizzaner: „Mußt doch das Stöckchen, das er wirft, ihm apportieren.“</p>
<p>IV</p>
<p>Möwe: „Ich segle kühn auf wilder Wellen Schaum, mich dauert nicht der Schiffbruch kleiner Menschen.“</p>
<p>Taube: „Schreckt mich auch Sturm und Wildnis, Blattes grüne Hoffnung trug ich einst im Schnabel.“</p>
<p>V</p>
<p>Esel: „Ein Roß, das fliegen kann, na gut. Doch schleppe ich auf krummem Rücken Scheiter oder Früchte, Dinge, die dem Menschen nützen.“</p>
<p>Pegasus: „Ich schlug mit meinem Huf die Quelle auf, die schön den Dichtern singt.“</p>
<p>Esel: „Amphoren, die ich trage, bergen nicht der Erde Sinn allein, denn im Weine funkelt tief die Sonne, wahren Dichters klarer Rausch.“</p>
<p>Pegasus: „Ich trug den großen Heros, daß er das Unheil der Chimäre niederringe.“</p>
<p>Esel: „Ich trug das Heil der Welt, daß des Lebens Dunkelheit ein reiner Wein erhelle.“</p>
<p>VI</p>
<p>Frosch: „Mein Sommerabend ist laut quaken für die Liebe.“</p>
<p>Grille: „Ist deine Liebe denn halb taub, daß du so schreien mußt?“</p>
<p>Frosch: „Ich singe laut, weil auch mein Nachbar quakt, und werde lauter, ihn zu übertönen, so gehtʼs reihum, bis Lied und Kehle platzen.“</p>
<p>Grille: „Ich zirpe fröhlich durch die Nacht, wer möchte Frohsinn überschreien?“</p>
<p>Leuchtkäfer: „Meine Liebe, sie ist stumm, doch leih ich ihrer Nacht ein Leuchten, daß man ihr Wunder schaut.“</p>
<p>&nbsp;</p>
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