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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Tote Tiere philosophische Gedichte lyrische Gedichte</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Tote Tiere</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Dec 2025 23:54:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Tote Tiere philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Damals, als du noch forsch gewandert bist, einsam immer nach der Zeit der Fahrtenwimpel, was war es nur, Aas vom Fuchs, Kadaver eines Rehs, wie hat es dich gewürgt. Du bist vorbeigehastet an der Lichtung, dem Abgrund unersättlich tiefer Nacht. Und als du einmal heimgekehrt aus einer grauen Ferne, schwamm in der Tasse Tee, die [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/tote-tiere/">Tote Tiere</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Damals,<br />
als du noch forsch gewandert bist,<br />
einsam immer<br />
nach der Zeit der Fahrtenwimpel,<br />
was war es nur,<br />
Aas vom Fuchs,<br />
Kadaver eines Rehs,<br />
wie hat es dich gewürgt.<br />
Du bist vorbeigehastet<br />
an der Lichtung,<br />
dem Abgrund unersättlich<br />
tiefer Nacht.</p>
<p>Und als du einmal heimgekehrt<br />
aus einer grauen Ferne,<br />
schwamm in der Tasse Tee,<br />
die schludrig du nicht abgeräumt,<br />
ein selig Paar von Mäusen,<br />
winzigen, wie erstmals aufgeschnellt<br />
von kleinen warmen Zitzen.<br />
Und drehten langsam sich im Kreis,<br />
wie im leisen Sog von Träumen,<br />
wie in Träumen.</p>
<p>Zähl nicht,<br />
die unter deinem Schuh<br />
erdrückt, zerquetscht, zermalmt,<br />
Larven, Spinnen, Würmer,<br />
und am bretonischen Strand<br />
Seesterne, Muscheln.</p>
<p>Die in der Früh,<br />
als du im Kinderbett<br />
aus dumpfem Schlafe aufgeschreckt,<br />
der Bauer aus dem Pferch getrieben<br />
und in den engen Laderaum gezwängt,<br />
quiekten, schrien, schrien,<br />
als ob sie’s ahnten,<br />
todgeweihte Schweine.</p>
<p>O schweig von abgenagten Flügeln,<br />
Rippen, fetten Braten,<br />
Schinken, all dem roten Fleisch,<br />
das bleich zerkocht<br />
doch deinem Dämon<br />
hat gemundet.</p>
<p>Die Taube dann,<br />
die in der Einfahrt lag,<br />
von einer Krähe aufgerissen,<br />
der weiße Flaum<br />
rötlich überkrustet,<br />
hast du ins Feuilleton gewickelt,<br />
erlöst von der Lektüre,<br />
und in die Abfalltonne<br />
sacht hinabgelassen<br />
das ausgegurrte Leben.</p>
<p>Und gehst an Gräbern du entlang,<br />
wenn Flammen des Gedenkens<br />
in der Dämmerstille flackern,<br />
liest da und dort<br />
die Namen, töricht-weise Sprüche<br />
auf Steinen über Schädeln,<br />
die aus Höhlen feuchten Glanzes<br />
stille Blumen sahen,<br />
die Glorie der Sonnen,<br />
erloschener Sehnsucht Monde<br />
und am Horizont ein Schwermutblau,<br />
das sich dem Abendpurpur mischte,<br />
staunst du über das Versinken<br />
all der Kreaturen,<br />
die keine Spuren hinterlassen,<br />
derer keiner je gedenkt,<br />
in dunkler Erde<br />
anonymem Schlund.</p>
<p>&nbsp;</p>
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