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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Traumgetier lyrische Gedichte</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Traumgetier</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Oct 2018 18:37:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Traumgetier lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Jeder sinkt mit seinem Tier in den Schlaf und sein Dunst behaucht das Glas des Traums. Vipern, die aus Kissen zischen und den Sand der Wüste wellen bis zum grünen Schaum des Hains. Eule auf der Fensterbank, die im langen Takt der Seufzer ihren Kopf verdreht. Schwalben, die mit schwarzem Sirren durch die Seide einer [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/traumgetier/">Traumgetier</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Jeder sinkt mit seinem Tier<br />
in den Schlaf und sein Dunst<br />
behaucht das Glas des Traums.</p>
<p>Vipern, die aus Kissen zischen<br />
und den Sand der Wüste wellen<br />
bis zum grünen Schaum des Hains.</p>
<p>Eule auf der Fensterbank,<br />
die im langen Takt der Seufzer<br />
ihren Kopf verdreht.</p>
<p>Schwalben, die mit schwarzem Sirren<br />
durch die Seide einer Wand<br />
ins Gespinst des Regens stürzen.</p>
<p>Hummel, die im Schnee des Vorhangs<br />
eingesunken<br />
schläfrig summt.</p>
<p>Und die quietscht mit mürben Schrauben,<br />
fett vom Samt der Nacht,<br />
graue Maus.</p>
<p>Kleines Rehkitz auf dem Sims,<br />
das ein Blatt vom Veilchen rupft,<br />
und die Blüte schwebt herab.</p>
<p>Und ein weißes Flaumlicht streut<br />
auf das Sesselpolster<br />
eines Täubchens Gurren.</p>
<p>Goldne Fische, deren Tänzeln<br />
sanfte Blitze durch die Scheiben<br />
auf den Schnee der Laken wirft.</p>
<p>Und das leise knackt im Dunkel,<br />
Eichhorn mit den Nüssen<br />
tief im Kleiderschrank.</p>
<p>Was die eine vor dem Spiegel<br />
morgens aus den Haaren kämmt,<br />
Schüppchen sindʼs von Salamandern.</p>
<p>Was der andre aus den Augen reibt,<br />
Tränen-Talg<br />
versunkener Mollusken.</p>
<p>Was die eine in der Wanne trillert,<br />
Dämmerfetzen eines Lieds<br />
der Nachtigall aus Isfahan.</p>
<p>Was der andre unterm Bett aufkehrt,<br />
Perlmuttsplitter<br />
einer Muschel aus dem Industal.</p>
<p>&nbsp;</p>
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