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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Überm Abgrund schweben Wittgenstein-Sonette philosophische Gedichte lyrische Gedichte</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Überm Abgrund schweben</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Oct 2024 22:10:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
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		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Du mußt bedenken, daß das Sprachspiel sozusagen etwas Unvorhersehbares ist. Ich meine: Es ist nicht begründet. Nicht vernünftig (oder unvernünftig). Es steht da – wie unser Leben. Ludwig Wittgenstein (Über Gewißheit, Nr. 559) &#160; Wie Kinder, die den glatten Kieselstein auf Wellen schleudern, daß er schimmernd springe, sehn wir erregt, ob uns das Spiel gelinge, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/ueberm-abgrund-schweben/">Überm Abgrund schweben</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Du mußt bedenken, daß das Sprachspiel sozusagen etwas Unvorhersehbares ist. Ich meine: Es ist nicht begründet. Nicht vernünftig (oder unvernünftig). </em></p>
<p><em>Es steht da – wie unser Leben.</p>
<p>Ludwig Wittgenstein (Über Gewißheit, Nr. 559)</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wie Kinder, die den glatten Kieselstein<br />
auf Wellen schleudern, daß er schimmernd springe,<br />
sehn wir erregt, ob uns das Spiel gelinge,<br />
das Wort erglänzt im dunklen, stummen Sein.</p>
<p>Wie eine Knospe auf dem Wasser schwebt,<br />
die Sonne weckt sie, Nacht wird sie verschließen,<br />
woher sie kommt, wohin die Wasser fließen,<br />
sie weiß es nicht, weiß nicht, wozu sie lebt.</p>
<p>So schweben überm Abgrund wir dahin.<br />
Was zarte Wurzeln aus dem Dunkel saugen,<br />
nährt heller Blüten ephemeren Sinn.</p>
<p>Nur Rauschen bleibt, was wir von ferne hören,<br />
trübt Mondes Milch das zarte Glas der Augen.<br />
Mag es wie einer Muschel Klang betören.</p>
<p>&nbsp;</p>
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