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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Vier Farben Heimat Gedichte über Koblenz und Eifel lyrische Gedichte</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Vier Farben Heimat</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Jan 2020 16:35:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Koblenz, Koblenz-Metternich, die Eifel und den Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Vier Farben Heimat Gedichte über Koblenz und Eifel lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Mir blieb an Heimat nur Erinnerung, die weiß gekalkte Wand des Hühnerstalles, der Duft der Leinentücher, ausgebreitet auf Sofa, Sesseln in der guten Stube, die man nur sonntags abzog und für Gäste, sie schimmern nach in jedem weißen Blatt, das unbeschrieben wahrer bliebe, schöner als wirren Ganges Spur im Schnee des Schlafs. Das stillste Glück, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/vier-farben-heimat/">Vier Farben Heimat</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Mir blieb an Heimat nur Erinnerung,<br />
die weiß gekalkte Wand des Hühnerstalles,<br />
der Duft der Leinentücher, ausgebreitet<br />
auf Sofa, Sesseln in der guten Stube,<br />
die man nur sonntags abzog und für Gäste,<br />
sie schimmern nach in jedem weißen Blatt,<br />
das unbeschrieben wahrer bliebe, schöner<br />
als wirren Ganges Spur im Schnee des Schlafs.<br />
Das stillste Glück, an einer Stulle kauend,<br />
am Hoftor sitzen auf dem Schemelchen,<br />
wenn auf die Gosse schwoll im lauten Regen,<br />
zu lauschen und zu schmatzen und voll Andacht<br />
den weißen Blütenspitzen nachzublicken,<br />
die auf dem Wasser trieben, Gott weiß wohin.<br />
Die Kirschen und die Beeren und vom Küssen<br />
war rot der Mund, wieʼs in der Fibel hieß,<br />
auch am Verband der Fleck von einer Wunde,<br />
die gluckste, näßte, und im Sonnenschein<br />
die Strähne in Vaters Haar, wie dunklen Blutes<br />
an Halmen zitternd rote Tropfen: Mohn.<br />
Und all dies kehrt zurück, wenn Dämmerzweige<br />
ins stille Zimmer Purpurlichtes Wein<br />
mir schütten auf das Laken Einsamkeit.<br />
Das frische Gelb, das falbe Grün von Birnen,<br />
Zitronen, Stachelbeeren und Likör<br />
aus Mirabellen, Kartoffeln, an den Händen<br />
der Staub und Grind der Erde, wenn im Herbst<br />
wir auf den Feldern jäteten und rupften.<br />
Doch unterm Asphalt liegt mein Ginster nun,<br />
und was von Tau an seinen Wimpern schwebte,<br />
umsonst geweinte Träne war es ja.<br />
Das zarte Grau, das auf den Schieferdächern<br />
im Sommerregen und am Henkelkrug<br />
für Most und Milch, an irdenem Becher blaute,<br />
war weich wie Wassers Taft im Eifelmaar,<br />
kein Flieder, Iris nicht und keine Veilchen<br />
berückten mehr, nicht flammend Rittersporn,<br />
als deiner Augen träumerische Blicke,<br />
wenn Feuchte sie mit Sanftmut überglomm<br />
und über meines Herzens grauer Mulde<br />
ihr Kuß den reinen Azur hat gewölbt.<br />
Im Hinterhof in einer schmalen Pfütze,<br />
wenn laue Luft das Leichentuch des Schnees<br />
allmählich auftrennt, seh den Widerschein<br />
der Heimat ich mit Wolkenfetzen leuchten,<br />
im Farbenspiel der Kerze vor dem Bild<br />
versunkner Zeit, wenn ich in hohen Nächten<br />
am Fenster stehe und aus dem Schmerz der Nacht<br />
herabgebeugt des Mondes blasse Blume<br />
in meiner Sehnsucht schwarzes Wasser sinkt.</p>
<p>&nbsp;</p>
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