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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Walther von der Vogelweide Ich hôrte diu wazzer diezen neuhochdeutsch</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Walther von der Vogelweide, Ich hôrte diu wazzer diezen</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Sep 2016 11:57:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Übersetzungen und Nachdichtungen]]></category>
		<category><![CDATA[Walther von der Vogelweide Ich hôrte diu wazzer diezen neuhochdeutsch]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Ich hôrte diu wazzer diezen und sach die vische fliezen; ich sach swaz in der welte was, velt walt loup rôr unde gras. swaz kriuchet unde fliuget und bein zer erde biuget, daz sach ich, unde sage iu daz: der keinez lebet âne haz. daz wilt und daz gewürme die strîtent starke stürme, sam tuont [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/walther-von-der-vogelweide-ich-horte-diu-wazzer-diezen/">Walther von der Vogelweide, Ich hôrte diu wazzer diezen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hôrte diu wazzer diezen<br />
und sach die vische fliezen;<br />
ich sach swaz in der welte was,<br />
velt walt loup rôr unde gras.<br />
swaz kriuchet unde fliuget<br />
und bein zer erde biuget,<br />
daz sach ich, unde sage iu daz:<br />
der keinez lebet âne haz.<br />
daz wilt und daz gewürme<br />
die strîtent starke stürme,<br />
sam tuont die vogele under in,<br />
wan daz si habent einen sin:<br />
si dûhten sich ze nihte,<br />
si enschüefen starc gerihte.<br />
si kiesent künege unde reht,<br />
si setzent hêrren unde kneht.<br />
sô wê dir, tiuschiu zunge,<br />
wie stêt dîn ordenunge!<br />
daz nû diu mugge ir künec hât,<br />
und daz dîn êre alsô zergât.<br />
bekêrâ dich, bekêre!<br />
die cirkel sint ze hêre,<br />
die armen künege dringent dich:<br />
Philippe setze den weisen ûf, und heiz si treten hinder sich.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ich hörte die Wasser schwellen,<br />
und sah die Fische in den Wellen,<br />
ich sah das ganze Weltgeschehen,<br />
Feld, Wald, Laub, Schilf und Grases Wehen.<br />
Was kreucht und was da fliegt<br />
und das Bein zur Erde biegt,<br />
das sah ich und tue euch den Spruch:<br />
Feindschaft ist des Lebens Fluch.<br />
Die wilden Tiere und Schlangen<br />
sind in Kämpfen befangen,<br />
so hackt Vogel auf Vogel ein.<br />
Doch ein Sinn ist allen gemein:<br />
Sie wähnten sich nichtig,<br />
lenkten sie sich nicht richtig.<br />
Sie geben sich Könige, setzen das Recht,<br />
oben der Herr, unten der Knecht.<br />
So weh dir, deutscher Sprache Land,<br />
deine Ordnung, wie hat sie Bestand!<br />
Monarchisch ist die Biene gesinnt,<br />
doch dein großer Ruhm zerrinnt.<br />
Kehre um, kehr um!<br />
Die kleinen Kronen wachsen ungemein,<br />
Vasallen wollen Kaiser sein:<br />
laß sie in die Schranken treten, kröne Philipp mit dem Edelstein.</p>
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