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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Walther von der Vogelweide Palästinalied neuhochdeutsch religiöse Gedichte</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Walther von der Vogelweide, Palästinalied</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Sep 2016 15:21:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Religiöse Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Übersetzungen und Nachdichtungen]]></category>
		<category><![CDATA[Walther von der Vogelweide Palästinalied neuhochdeutsch religiöse Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Allerêrst lebe ich mir werde, sît mîn sündic ouge siht Daz reine lant und ouch die erde den man sô vil êren giht. Mirst geschehen des ich ie bat, ich bin komen an die stat dâ got mennischlîchen trat. Schoeniu lant rîch unde hêre, swaz ich der noch hân gesehen, Sô bist duz ir aller [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/walther-von-der-vogelweide-palaestinalied/">Walther von der Vogelweide, Palästinalied</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Allerêrst lebe ich mir werde,<br />
sît mîn sündic ouge siht<br />
Daz reine lant und ouch die erde<br />
den man sô vil êren giht.<br />
Mirst geschehen des ich ie bat,<br />
ich bin komen an die stat<br />
dâ got mennischlîchen trat.</p>
<p>Schoeniu lant rîch unde hêre,<br />
swaz ich der noch hân gesehen,<br />
Sô bist duz ir aller êre.<br />
waz ist wunders hie geschehen!<br />
Daz ein magt ein kint gebar<br />
hêrre über aller engel schar,<br />
was daz niht ein wunder gar?</p>
<p>Hie liez er sich reine toufen,<br />
daz der mensche reine sî.<br />
Sît liez er sich hie verkoufen,<br />
daz wir eigen wurden frî.<br />
Anders wæren wir verlorn.<br />
wol dir, sper kriuz unde dorn!<br />
wê dir, heiden! deist dir zorn.</p>
<p>Hinnen fuor der sun zer helle<br />
von dem grabe, datr inne lac.<br />
Des was ie der vater geselle,<br />
und der geist, den niemen mac<br />
Sunder scheiden: êst al ein,<br />
sleht und ebener danne ein zein,<br />
als er Abrahâme erschein.</p>
<p>Do er den tievel dô geschande,<br />
daz nie keiser baz gestreit,<br />
Dô fuor er her wider ze lande.<br />
dô huob sich der juden leit,<br />
Daz er hêrre ir huote brach,<br />
und man in sît lebendic sach,<br />
den ir hant sluoc unde stach.</p>
<p>In diz lant hât er gesprochen<br />
einen angeslîchen tac,<br />
Dâ diu witwe wirt gerochen<br />
und der weise klagen mac<br />
Und der arme den gewalt<br />
der dâ wirt an ime gestalt.<br />
wol im dort, der hie vergalt!</p>
<p>Kristen juden unde heiden<br />
jehent daz diz ir erbe sî:<br />
Got müez ez ze rehte scheiden<br />
durch die sîne namen drî.<br />
Al diu welt diu strîtet her:<br />
wir sîn an der rehten ger,<br />
reht ist daz er uns gewer.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Jetzt erst lebe ich wert mir ganz,<br />
seit mein sündiges Aug erblickt<br />
das reine Land und seinen Glanz,<br />
dem alle Welt den Lobpreis schickt.<br />
Mir ward zuteil, was ich erbat,<br />
ich bin gekommen zu der Stadt,<br />
wo Gott als Mensch gewohnet hat.</p>
<p>Von allen Landen schön und erhaben,<br />
die ich habe je gesehen,<br />
gebühren dir die Ehrengaben.<br />
Welch Wunder ist allhier geschehen!<br />
Daß eine Magd ein Kind gebar,<br />
den Herrn über aller Engel Schar,<br />
war das nicht überaus wunderbar?</p>
<p>Hier ließ er zur Reine sich taufen,<br />
auf daß auch der Mensch rein sei.<br />
Er mochte den Häschern nicht entlaufen,<br />
auf daß wir Knechte würden frei.<br />
Sonst wären wir alle todeskrank.<br />
Speer, Kreuz und Dorn, euch sei Dank!<br />
Weh euch Heiden, ihr lebt mit ihm im Zank.</p>
<p>Zur Hölle stieg der Sohn von da<br />
aus dem Grab, in dem er gelegen.<br />
Immer war der Vater ihm nah<br />
und der Geist, und all ihr Segen<br />
bleibt in ihm, sie sind vereint,<br />
schlicht und glatter als vom Reis gemeint,<br />
das dem Abraham selbdritt erscheint.</p>
<p>Da er den Teufel zur Schande versehrte,<br />
wie noch kein Kaiser führte den Streit,<br />
kehrte er wieder zurück auf die Erde.<br />
Da hob an der Juden Leid,<br />
weil er, der Herr, ihre Wacht überwand<br />
und man seither in ihm das Leben erkannt,<br />
den einst schlug und stach ihre Hand.</p>
<p>In diesem Land hat er verkündet<br />
den Tag von Furcht und Zittern,<br />
da die Witwe ihr Recht sich findet<br />
und die Waise muß nicht verbittern<br />
und der Arme klagt wider die Gewalt,<br />
seines Daseins Ungestalt.<br />
Wohl dem dort, der hier die Schuld vergalt!</p>
<p>Christen, Juden und Heiden<br />
sind um dies Land im Erbenstreit:<br />
Gott soll nach Recht entscheiden<br />
im Namen seiner Dreifaltigkeit.<br />
Alle Welt steht hier Wehr an Wehr:<br />
Unser ist das wahre Begehr,<br />
Recht ist, daß er es uns gewähr.</p>
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