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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Warum die Kind-Frau nicht abgetrieben hat Gedicht</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Warum die Kind-Frau nicht abgetrieben hat</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Jun 2012 13:49:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Warum die Kind-Frau nicht abgetrieben hat Gedicht]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Die Mutter hat kalt geschwiegen. „Noch nicht mal in der Schule … und dann“: So scharf sind Lehrer, wenn sie falsche Noten geben. Die Todesberater vom Amt haben zynisch mit den Köpfen gewackelt. Der Zeuger war der Vaterschaft nicht mächtig. Der Vater, der gezeugt hat, wie ein Schaf die Wollquaste abstreift am Zweig, der Vater [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/warum-die-kind-frau-nicht-abgetrieben-hat/">Warum die Kind-Frau nicht abgetrieben hat</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Mutter hat kalt geschwiegen.</p>
<p>„Noch nicht mal in der Schule …<br />
und dann“: So scharf sind Lehrer,<br />
wenn sie falsche Noten geben.</p>
<p>Die Todesberater vom Amt haben<br />
zynisch mit den Köpfen gewackelt.</p>
<p>Der Zeuger war der Vaterschaft nicht mächtig.<br />
Der Vater, der gezeugt hat, wie ein Schaf<br />
die Wollquaste abstreift am Zweig,<br />
der Vater hat es nicht gezeugt,<br />
weil nur sie die ganze freudig-runde Frucht<br />
in sich spüren konnte.<br />
Und als er die Zeugung widerrief,<br />
mit beringten Fingern sie umhalsend,<br />
drehte sie ihm lachend das Weiße<br />
aus den Augen zu und er ward schlaff.</p>
<p>Es war und blieb und sollte sein –<br />
sie wollte es – dies dunkle Wachsen<br />
überwuchs die Fremdheit ihres Daseins<br />
in der Welt – aus eignem Keime<br />
konnte sie sich neu gebären.</p>
<p>Sie wollte angeschaut werden<br />
gläubig-weich und still<br />
vom Kinde ihrer reinen Seele –<br />
sie wollte mit den Tropfen Milch<br />
liebeswarm ihr Hiersein nähren –<br />
sie wollte in der Augen schwarzes Wasser<br />
ihr fleckenloses Bild ertauchen –<br />
sie wollte aus ihren Augen<br />
groß angeschaut werden<br />
mit dem großen Blick,<br />
der nicht zieht und nicht zahlt,<br />
mit dem Blick der Liebe.</p>
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