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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Wenn die grünen Verse gilben philosophische Gedichte lyrische Gedichte</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Wenn die grünen Verse gilben</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Dec 2025 23:05:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Wenn die grünen Verse gilben philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Des Wassers Schwall kam wie Gesang Peter Huchel &#160; Als wär das Goldene Vlies, im dunklen Bauch der Argo bald verblaßt, ergraut, ans Uferlicht gebracht nur mehr ein Trauerflor. * Mit dem Wanderstab des Ödipus an verwaiste Pforten schlagend. * Ward einmal das Wort ans Kreuz genagelt, was fruchten Flammenzungen? * Dir blieb das Wasser [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/wenn-die-gruenen-verse-gilben/">Wenn die grünen Verse gilben</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Des Wassers Schwall<br />
kam wie Gesang</em><br />
Peter Huchel</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Als wär das Goldene Vlies,<br />
im dunklen Bauch der Argo<br />
bald verblaßt, ergraut,<br />
ans Uferlicht gebracht<br />
nur mehr ein Trauerflor.</p>
<p>*</p>
<p>Mit dem Wanderstab des Ödipus<br />
an verwaiste Pforten schlagend.</p>
<p>*</p>
<p>Ward einmal das Wort<br />
ans Kreuz genagelt,<br />
was fruchten Flammenzungen?</p>
<p>*<br />
Dir blieb das Wasser nur,<br />
Gesang, der nächtens rauscht<br />
am schroffen Felsen<br />
der Erinnerung.<br />
Wenn seufzend seine Gischt<br />
im Ufergrase stäubt,<br />
fühlt wie entrücktes Leben<br />
die von Schründen taube<br />
Haut sie kaum.</p>
<p>*</p>
<p>Erstickten Mücken gleich<br />
in einem Spinnenweb,<br />
vom Sturm zerrissen,<br />
was du empfunden einst<br />
mit knabenheißem Blut.</p>
<p>*</p>
<p>Ins kalte dunkle All gesprüht<br />
die frühen Liebesfunken.<br />
O wär, was allzu rot geglüht,<br />
nur bald im Wolkenguß ertrunken.</p>
<p>*</p>
<p>Silbergraue Fäden sind, die wehen<br />
im Novemberwind.<br />
Was ist deinem goldnen Haar geschehen,<br />
frühlingsfrohes Kind?</p>
<p>*</p>
<p>Geh an Gräbern still entlang,<br />
hier seufzt Gras, hier wissen Flammen,<br />
Tod und Leben rankt zusammen<br />
in des Orpheus Zaubersang.</p>
<p>*</p>
<p>Lichter sind noch im dämmernden Laub,<br />
Stimmen wiegt noch das Blattwerk der Nacht.<br />
Was Schwermut unterm Monde gedacht,<br />
schreibt in die Bläue flimmernder Staub.</p>
<p>*</p>
<p>Nur eines tu, den Schritt verhalte,<br />
hat er geknirscht auf Muschelton.<br />
Nur tiefer atme roten Mohn,<br />
daß sich geheime Schrift entfalte.</p>
<p>*</p>
<p>Blick offnen Auges und bleib still,<br />
auch wenn die grünen Verse gilben.<br />
Wie Mücken scheuch gereimte Silben,<br />
daß einsam nur die Träne quill.</p>
<p>*</p>
<p><strong>Gotische Madonna</strong></p>
<p>Gotisch fein, mit rankenzarten Händen,<br />
die nur kleine Sonnensamen halten<br />
oder Beeren, die sie heimlich weiterschenken,<br />
um die Lippen weicher Wehmut Falten.<br />
Doch ins Ferne flehen ihre Blicke,<br />
daß des Herren Ruf sie bald entrücke.</p>
<p>&nbsp;</p>
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