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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Wieʼs so spielt das Leben komisch-groteske Gedichte</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Wieʼs so spielt, das Leben</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Mar 2016 08:50:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Wieʼs so spielt das Leben komisch-groteske Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Ein x-beiniger Marathonläufer, Fritze, so an die siebzig, mit nichts als Läusen am Sack und Flöhen im Kopf, bricht in der Zielgeraden unter frenetischem Applaus ins Knie. * Ein kurzrasierter, weißer, gelbstichiger Pudel mit einem strassbesetzten Halsband, der haltlos, gellend, sich überschlagend kläfft, akrobatisch auf den dürren Hinterbeinen immer wieder aufspringend für den Wurstzipfel, den [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/wie%ca%bcs-spielt-das-leben/">Wieʼs so spielt, das Leben</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ein x-beiniger Marathonläufer,<br />
Fritze, so an die siebzig,<br />
mit nichts als Läusen am Sack<br />
und Flöhen im Kopf,<br />
bricht in der Zielgeraden<br />
unter frenetischem Applaus<br />
ins Knie.</p>
<p>*</p>
<p>Ein kurzrasierter, weißer, gelbstichiger Pudel<br />
mit einem strassbesetzten Halsband,<br />
der haltlos, gellend, sich überschlagend kläfft,<br />
akrobatisch auf den dürren Hinterbeinen<br />
immer wieder aufspringend<br />
für den Wurstzipfel,<br />
den ihm die dicke Anna,<br />
die jetzt nicht einmal mehr käufliche,<br />
dicke Wirtsfrau vor der rot schäumenden<br />
und schlabbernden Zunge<br />
baumeln läßt.</p>
<p>*</p>
<p>Ein fetter Neger am gleißenden Strand<br />
des grünen Ozeans,<br />
mit ondulierten Haaren auf dem Schmerbauch,<br />
reißt mit den krummen Armen einen Delphin hoch,<br />
reckt das ölig triefende Tier,<br />
das er selbst mit eigner Hand erlegt hat,<br />
wie eine Opfergabe in den Himmel<br />
und schreit die nackten, weißen, speckigen Touristen<br />
des exklusiven Ferienclubs an:<br />
„Ich enthaare eure Weiber,<br />
ich häute eure Kinder,<br />
ich würge eure Chichiwawas,<br />
ich fritiere eure Chouchous!“</p>
<p>*</p>
<p>Verliebt – verlobt – verheiratet – geschieden.<br />
Nur daß dem Verliebten schon schwant,<br />
daß es auf die Scheidung hinausläuft.<br />
Nur daß dem Geschiedenen schwant,<br />
daß in dem süßen Apfel, den sie ihm gereicht,<br />
ein Wurm nagte, auf seine Kosten lustig.</p>
<p>*</p>
<p>Stabat mater. –<br />
Doch grinst da nicht wer,<br />
statt seinen Geist in Pappis Hände zu befehlen?</p>
<p>*</p>
<p>Erst sind es die Kulleraugen eines bangen Kinds,<br />
die Träne darf nicht fehlen,<br />
die sich mit unübersehbarem Glitzern<br />
von der Wange schleicht –<br />
dann glimmt ein Äugeln auf,<br />
ein von tausend Wimpern aufgeschäumtes freches –<br />
der hohle, abgestumpfte Blick sodann,<br />
wenn der Segen schief und der BH noch schiefer hängt –<br />
das sture stumme Weiß am End,<br />
wenn die Pupille treulos ins Anderland migrierte.</p>
<p>*</p>
<p>Erst weiß es der Opa.<br />
Der Lehrer weiß es besser.<br />
Am besten weiß es der Herr Pfarrer.</p>
<p>Die Wurstverkäuferin weiß es.<br />
Der Autoverkäufer weiß es besser.<br />
Am besten weiß es der Arzt.</p>
<p>Der Sittich auf der Stange weiß es.<br />
Das Schoßhündchen weiß es besser.<br />
Am besten weiß es die Frau im Bett.</p>
<p>Am Ende liegst du da,<br />
mit nasser Windel,<br />
und weißt gar nichts mehr.</p>
<p>*</p>
<p>Schön ist das ja nicht.<br />
Nee, aber menschlich.</p>
<p>Menschlich ist das ja nicht.<br />
Nee, aber schön.</p>
<p>*</p>
<p>Hast du noch ein Liedchen drauf?<br />
Weißt du noch ʼnen Spruch?<br />
Machst du noch mal Pups?</p>
<p>Nein, mein Kind, Papa ist müde.<br />
Nein, mein Kind, Papa ist dumm.<br />
Nein, mein Kind, Papa will sterben.</p>
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