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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Wunderlich lyrische Gedichte komisch-groteske Gedichte Liebesgedichte</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Wunderlich</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Jul 2018 22:56:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Liebesgedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Wunderlich lyrische Gedichte komisch-groteske Gedichte Liebesgedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Ins Dunkel streckte ich die Hand, Regen fasste, hob sie sacht, glitzerte ein Mund und sprach: „Küss, die Hand, mein Herr!“ Ich schwamm auf Wassers Spiegelglas, hatte ganz mein selbst vergessen, Wasser dunkelte und sprach: „Tauch in meine grüne Nacht!“ Wind fiel blätterfeucht in mein graues Haar und legte mir ein Samenkorn auf die Schulter. [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/wunderlich/">Wunderlich</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ins Dunkel streckte ich die Hand,<br />
Regen fasste, hob sie sacht,<br />
glitzerte ein Mund und sprach:<br />
„Küss, die Hand, mein Herr!“</p>
<p>Ich schwamm auf Wassers Spiegelglas,<br />
hatte ganz mein selbst vergessen,<br />
Wasser dunkelte und sprach:<br />
„Tauch in meine grüne Nacht!“</p>
<p>Wind fiel blätterfeucht in mein graues<br />
Haar und legte mir ein Samenkorn<br />
auf die Schulter. „Iss und werde“,<br />
vernahm ich, „selbst der Baum!“</p>
<p>Schlafend ging ich durch den Schnee,<br />
Flocken stoben durch die leere Brust,<br />
an Herzens statt sang es vogelzart:<br />
„Bin noch, Liebster, bin noch da!“</p>
<p>Ich lag in schwarzes Erde, kaute<br />
im engen Pferche Schatten,<br />
wuchs mir, im Herzen wurzelnd,<br />
nervdurchsponnen eine Knospe</p>
<p>aus dem Mund in den Efeustaub,<br />
neigt sich eine Zwillingsknospe,<br />
öffnet mir den Schoß, sagt der Duft:<br />
„Bist noch, Liebster, bist noch da!“</p>
<p>&nbsp;</p>
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